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Kaffee und Kuchen bringt Annemarie Hartl ihren Gästen seit über 30 Jahren. Wie es weitergeht? „Das steht in den Sternen“, sagt die Betreiberin. 

Lenggrieser Traditionshaus

Café Herrschmann vor ungewisser Zukunft

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Lenggries - Die Zukunft des Café Herrschmann ist ungewiss. Die Sparkasse sucht nach Interessenten für das Gebäude in Lenggries, während ein Nachlassverwalter die Kaufangebote sortiert. 

Fragt man Annemarie Hartl, wie es weiter geht, sagt sie: „Das steht in den Sternen.“ Seit über zehn Jahren betreibt sie das Café Herrschmann in Lenggries. Seit über 30 Jahren arbeitet sie dort, aktuell mit einer Angestellten und ein paar Aushilfen. Nun wird das Gebäude verkauft. Hartl berichtet von mehreren Interessenten, die sich in den vergangenen Wochen die Räumlichkeiten angesehen haben.

Ob das Café am Karl-Pfund-Weg Zukunft hat, liegt am neuen Hausbesitzer. Wer das sein wird, hängt von einem Nachlassverwalter ab. Das teilt Willi Streicher, Pressesprecher der Sparkasse im Landkreis, auf Nachfrage mit. Die Immobilienabteilung der Sparkasse sei mit dem Vertrieb des Gebäudes beauftragt worden. „Die Angebote gehen jetzt an den Nachlassverwalter“, sagt Streicher. „Und der entscheidet dann.“

Die Geschichte des Café Herrschmann ist tragisch – und reicht bis 1898 zurück. In diesem Jahr eröffnete der Zuckerbäcker Andreas Fritz Herrschmann mit seiner Frau Chlothilde in Murnau einen kleinen Laden mit selbstgebackenen Torten und Kuchen in Murnau. Daraus entstand die erste Konditorei Herrschmann.

Das Café in Lenggries rief der Konditormeister Helmut Andreas Herrschmann 1967 ins Leben. Im April 2002 ging er in Ruhestand, nach seinem unerwarteten Tod übernahmen seine Kinder Andreas und Elisabeth den Betrieb. Beide starben jung – Andreas im Jahr 2005 mit 43 Jahren, Elisabeth im Oktober 2015 mit 52.  gma

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