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Das jetzige Lenggrieser Kreispflegeheim – hier ein Foto von einem Sommerfest der Eishockeyfreunde und des Trachtenvereins Hir schbachtaler im Garten der Einrichtung – wird einem Neubau weichen. Sobald dieser bezugsfertig ist, übernimmt der Caritasverband München-Freising den Betrieb. 

Verband setzte sich unter sechs Bewerbern durch

Caritas wird Pflegeheim in Lenggries betreiben

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    Andreas Steppan
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Das neue Lenggrieser Pflegeheim muss erst noch gebaut werden. Wichtige Weichen für den Betrieb wurden aber jetzt schon gestellt. Bei der Wahl, wer als Betreiber in die Fußstapfen des Lenggries treten soll, herrschte große Einigkeit.

LenggriesDer künftige Betreiber des Lenggrieser Pflegeheims steht fest: Wie Landratsamt und Gemeinde am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, fiel die Wahl auf den Caritasverband München und Freising. Ein eigens eingesetzter Arbeitskreis – von Seiten der Gemeinde besetzt mit Bürgermeister Werner Weindl, Kämmerer Michael Wenig, Rathaus-Geschäftsführerin Heidi Kiefersauer und vier Gemeinderatsmitgliedern sowie mit Abteilungsleiter Wolfgang Krause vom Landratsamt und Ingo Kühn, Prokurist der Kreisklinik Wolfratshausen, begleitet von Dieter Kreuz von der Beratungsstelle AfA – hatte diesen Bewerber favorisiert.

Zuvor waren zwölf potenzielle Betreiber angeschrieben worden. Sechs davon bewarben sich. „Das ist kein schlechter Rücklauf, wir sind froh, dass wir eine Auswahl hatten“, sagt Weindl.

Den Bau des Pflegeheims Lenggries stemmt die Gemeinde selbst

Mit fünf Bewerbern führte der Arbeitskreis eingehende Gespräche, in denen laut Weindl ein zuvor aufgestellter Katalog mit 40 Kriterien durchgesprochen wurde. „Wir waren uns sehr schnell einig, dass die Caritas unsere Erwartungen am umfassendsten erfüllt“, sagt der Bürgermeister. Unter anderem habe für die Caritas gesprochen, dass ihr Konzept eine eigene Küche im Haus vorsieht. Zudem überzeugten zum Beispiel die Zimmergrößen, mit denen die Caritas plant, sowie die Konditionen für die Personalübernahme. Des Weiteren habe für diesen Betreiber gesprochen, „dass er eine eigene Pflegeschule hat“. Die Caritas betreibe auch bereits eine ganze Reihe von Heimen in ganz Oberbayern und sei vor Ort stark in der ambulanten Pflege engagiert. „Da lassen sich sicher Synergieeffekte nutzen.“

Dem Votum des Arbeitskreises hätten sich im Anschluss der Kreistag und der Gemeinderat einstimmig angeschlossen. Die Entscheidung der Gremien fiel bereits im Februar. Vor der gemeinsamen Presseerklärung mussten noch das Personal des Kreispflegeheims sowie die nicht zum Zug gekommenen Bewerber informiert werden.

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Nach langem, zähen Ringen mit dem Landkreis – er betreibt das Heim bislang – hatte sich die Gemeinde im vergangenen Jahr dazu entschlossen, den dringend notwendigen Ersatzbau für das in die Jahre gekommene Pflegeheim allein zu schultern. Einen zweistelligen Millionenbetrag wird das kosten. „Wir werden das über Kredite finanzieren müssen“, sagt Weindl. Langfristig wird aber die Miete, die der neue Betreiber zahlt, die Investition refinanzieren. Der Kreis steuert den gängigen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 15 000 Euro pro neugebautem Pflegeplatz bei. Zudem gewährt er der Gemeinde ein 3,5-Millionen-Euro-Darlehen, das 30 Jahre zinslos bleibt.

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Laut Weindl werden Landkreis und Gemeinde nun jeder für sich Gespräche mit der Caritas führen. Auf Kreisseite geht es um die Vorgabe des Kreistags, dass die bisherigen Rechte der Mitarbeiter dauerhaft zu gewährleisten sind. „Dies müssen der künftige Betreiber und die Kreisklinik Wolfratshausen gGmbH in einem Personalüberleitungsvertrag festlegen“, heißt es in der Pressemitteilung.

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Die Gemeinde wird mit der Caritas über den Bau sprechen. „Der nächste Schritt ist die Ausschreibung der Planungsleistungen“, sagt Weindl und hofft: „In etwa zwei Monaten werden wir wissen, wer den Planungsauftrag bekommt.“ Der Planer solle dann mehrere Varianten ausarbeiten und aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, ein Heim mit 90 bis 100 Plätzen auf der vorhandenen Fläche unterzubringen. Diese Varianten sollen voraussichtlich im Spätsommer in einer Veranstaltung im Alpenfestsaal den Bürgern präsentiert werden. „Unser Ziel ist es, Ende des Jahres die Baugenehmigung zu beantragen“, sagt Weindl. Wenn alles „optimal läuft“, könne die Gemeinde über den Winter 2020/21 die ersten Bauleistungen ausschreiben und im Jahr darauf mit dem Bau loslegen.

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