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Schilder sollen Wiesen vor Hundekot und Unrat schützen: Irmi Grasmüller und Vorsitzender Kaspar Gilgenreiner präsentierten in der Versamml ung des Christlichen Bauernvereins Lenggries diese Entwürfe.

Bruch mit der Tradition?

Christlicher Bauernverein: Es muss nicht „immer wieder montags“ sein

Im Christlichen Bauernverein gibt es Bestrebungen, mit einer Tradition zu brechen und sich modernen Lebensumständen anzupassen: In der Jahresversammlung wurde darüber diskutiert, den Jahrtag künftig an einem Samstag statt wie bisher montags abzuhalten.

Lenggries – 2018 feiert der Christliche Bauernverein Lenggries sein 175-jähriges Bestehen. Seinen Jahrtag hat er wohl schon immer an einem Montag begangen. Das wird sich jetzt voraussichtlich ändern. In der jüngsten Jahresversammlung im Anschluss an den Jahrtags-Gottesdienst kam das Anliegen auf den Tisch, diesen Vereinsfeiertag am Samstag abzuhalten, so wie bei allen anderen Traditionsvereinen üblich.

Geäußert wurde dieser Wunsch von Alois Leichmann, dem Chef der örtlichen Musikkapelle, die traditionsgemäß die Jahrtage musikalisch begleitet und deren Musiker für diesen Termin an einem Werktag eigens einen Urlaubstag aufwenden müssen. Dass eine Mehrheit der Vereinsmitglieder sich diesem Wunsch anschließt, zeigte eine Abstimmung. Es sei heute nun mal so, dass gerade jüngere Bauern und Bäuerinnen neben ihrer Landwirtschaft noch einer anderen Arbeit nachgehen. Auch sie müssten sich für den Jahrtag frei nehmen. Außerdem finde der gemeinsam mit der Landjugend veranstaltete Festball ja auch immer am vorangehenden Samstagabend statt – man könnte doch Jahrtag und Ball am selben Tag abhalten.

Dennoch wollte die Vorstandschaft nicht gleich einen endgültigen Beschluss fassen. „Es stand nicht in der Einladung, dass diese Sache neu geregelt werden sollte“, argumentierte der Vorsitzende Kaspar Gilgenreiner. Immerhin sei der montägliche Jahrtag eine althergebrachte Gepflogenheit – eine Verlegung auf den Samstag würde also gewissermaßen das Ende einer Ära bedeuten, und dieses Ende wolle man nicht von jetzt auf gleich besiegeln. Die Versammlung akzeptierte schließlich den Vorschlag der Vorstandschaft, den Jahrtag im bevorstehenden Jubiläumsjahr noch einmal nach alter Sitte an einem Montag durchzuführen und bei diesem Anlass dann eine endgültige Entscheidung über die künftige Regelung zu treffen.

Natürlich steht im Jubiläumsjahr 2018 noch mehr auf dem Programm: Der runde Geburtstag soll gefeiert werden, und zwar zusammen mit dem Handwerker- und Gewerbeverein, der genauso alt ist wie der Bauernverein. Am Festsonntag im August wird es nach dem Gottesdienst einen Festzug mit Festwagen und Darstellungen geben, so die Vorschau.

Nicht unbedingt in Feierstimmung versetzte Bürgermeister Werner Weindl die Anwesenden mit seinen Ausführungen zum Thema FFH. Nach dem kartierten Gebiet „Obere Isar“ soll nun auch für das Gebiet „Jachenau und Extensivwiesen bei Fleck“ ein Managementplan erstellt werden. Ging es an der „oberen Isar“ großteils um staatliche Flächen, seien hier hauptsächlich private Bauern betroffen.

Die damalige Vorgehensweise der Ämter wolle man nicht mehr dulden, so Weindl. Es dürfe nicht sein, dass die Einwände der Naturschutzverbände mit eingearbeitet würden, die der Eigentümer aber nicht. „Da muss es eine Gleichbehandlung geben.“ Zudem müsse festgeschrieben werden, „dass die Umsetzung der Maßnahmen freiwillig ist und niemand dazu gezwungen ist und wird“.

Generell appellierte der Bürgermeister an Bauern und Bäuerinnen, sich bei den Kommunalwahlen als Gemeinderats-Kandidaten zur Verfügung zu stellen. „Ansonsten dürft ihr euch nicht wundern, wenn landwirtschaftliche Anliegen nicht mehr so berücksichtigt werden.“

Ein spezielles landwirtschaftliches Anliegen hatte Irmi Grasmüller aufgegriffen: Sie präsentierte neue Schilder gegen Hundekot in den Wiesen.

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