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Auf diesem Grundstück in Lenggries-Steinbach will „Biotop Oberland“ die sechs Foliengewächshäuser errichten.

Gründung einer Genossenschafts-Gärtnerei 

Dank „Biotop Oberland“: In Lenggries wächst bald Winter-Spinat

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„Biotop Oberland“ darf am Ortsende von Lenggries sechs Gewächshäuser bauen. Mit dem Umzug der Genossenschaft in den Isarwinkel wird nun auch die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei in Lenggries gegründet.

Lenggries – Die Genossenschaft setzt auf Expansion. „Biotop Oberland“ versorgt bereits rund 200 Haushalte im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit eigenem Biogemüse, das bislang auf dem Hofgut Letten bei Bad Heilbrunn wächst. „Nach dem Umzug nach Lenggries peilen wir 400 Haushalte an“, sagt Sebastian Girmann. Er und Nick Fischer sind die Vorsitzenden der Genossenschaft, die ihren Betriebssitz nun in den Isarwinkel verlegt (wir haben berichtet).

Ab dem Frühjahr 2018 wird das Gemüse für die Mitglieder auch in Lenggries angebaut. Der Lenggrieser Bauausschuss gab dafür am Montagabend grünes Licht. Das Gremium genehmigte den Antrag von „Biotop Oberland“. Demnach sollen sechs sogenannte Thermo-Doppelfoliengewächshäuser in Steinbach am nördlichen Ortsrand von Lenggries gebaut werden. Jedes Gewächshaus ist 26 Meter lang und zehn Meter breit sowie knapp 4,40 Meter hoch.

Die Zustimmung des Bauausschusses war reine Formsache. Auch die notwendigen Abweichungen von der Ortsgestaltungssatzung wurden genehmigt: Bei den Folienfenstern fehlt beispielsweise die in Lenggries vorgeschriebene Sprossenuntergliederung. Die Abweichung sei vertretbar, sagte Maria Gaisreiter. Die zuständige Sachbearbeiterin der Bauverwaltung nannte bei der Planvorstellung weitere Details. Die Gewächshäuser sind demnach nicht beheizt. Die Wasserversorgung erfolge über einen privaten Anschluss.

Martin Girmann von Biotop Oberland will demnächst auch in Lenggries Chilischoten (wie hier in Bad Heilbrunn) und weiteres Gemüse anbauen.

Mit Interesse verfolgte Nick Fischer am Montag auf der Zuhörerbank die Sitzung im Rathaus – und freute sich über die guten Wünsche von Bürgermeister Werner Weindl, der der Genossenschaft „viel Erfolg“ wünschte.

Den will Biotop im kommenden Jahr einfahren. Die Genossenschaft hat neben dem Gemeinschaftsgarten „Lenggriesa Acker“ ein rund zweieinhalb Hektar großes Grundstück von einem Landwirt gepachtet, der laut Girmann „die Ziele der Genossenschaft tatkräftig unterstützt“. „Sobald das Wetter passt“, sollen die Gewächshäuser im zeitigen Frühjahr gebaut werden, und zwar zusammen mit einer Wasch- und Aufbereitungsanlage inklusive eines Erdkellers. „Damit wollen wir die ganzjährige Gemüseversorgung unserer Mitglieder sicherstellen“, sagt Girmann. Durch spezielle Anbautechniken können auch im Winter rund 15 verschiedene Kulturen frisch geerntet werden. Dazu zählen unter anderem Karotten, Pastinaken, Sellerie, Spinat, Feld- und Blattsalate sowie Kürbisse. An zwei Verteilerstellen können die Mitglieder den Salat und das Gemüse jeweils am Freitag und Samstag abholen. Und auch darauf legt „Biotop Oberland“ großen Wert: „Wir sind zu 100 Prozent plastikfrei“, sagt Girmann. Die Genossenschaft spare so jährlich rund 15 000 Plastiktüten ein.

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