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Dem Wetter zum Trotz: Lenggrieser Sternennacht lockt Hunderte Besucher

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Mit Schirm und Jacke waren die meisten Besucher zur Sternennacht gekommen.
Mit Schirm und Jacke waren die meisten Besucher zur Sternennacht gekommen. © Ewald J.Scheitterer

Trotz des Nieselregens kamen am Freitag mehrere Hundert Besucher zur beliebten Sternennacht nach Lenggries. Es war wieder viel geboten.

Lenggries – „Das Wetter ist nicht zu schlecht, du bist nur möglicherweise falsch angezogen.“ Dieses geflügelte Wort haben sich einige Hundert Besucher der Lenggrieser Sternennacht 2022 am Freitagabend zu Herzen genommen und sich entsprechend regendicht verpackt. So konnten sie zum Auftakt der Lenggrieser Kunstwoche die von der Werbegemeinschaft organisierte lange Einkaufsnacht im Brauneckdorf auch genießen.

Verweildauer war allerdings kürzer

Die Vorzeichen waren eindeutig: Mehr oder weniger heftiger Regen war vorhergesagt. „Aber auch unsere Kollegen haben gesagt, wir ziehen das jetzt durch, egal wie das Wetter wird“, bestätigte Martina Müller, die Vorsitzende der veranstaltenden Werbegemeinschaft. Trotz des leichten Dauernieselns ließen sich aber jede Menge Besucher nicht von einem Ausflug abhalten. „Auch wir sind erstaunt, dass doch noch so viele Leute gekommen sind“, freute sich auch die Organisationschefin. An einem länger anhaltenden Erfolg der Aktion zweifelte etwa Metzgermeister Manfred Holzner: „Die meisten Leute bleiben heute aber nicht. Die trinken höchstens a Halbe und fahren dann wieder heim.“ So blieben auch die extra beschafften Biertisch-Garnituren verpackt am Rande stehen und diejenigen, die sich eine Bratwurst genehmigten, drücken sich zum Verzehr unter die Vordächer der Häuser.

Die Band „Wayna Pitchu“ versuchte mit südamerikanischem Temperament, die Gäste in Stimmung zu bringen.
Die Band „Wayna Pitchu“ versuchte mit südamerikanischem Temperament, die Gäste in Stimmung zu bringen. © Ewald J.Scheitterer

Großes Kulinarisches Angebot

Das kulinarische Angebot war auch ziemlich reichhaltig: Vom Zwiebelkuchen bis zum Grill-Burger, vom Kaiserschmarrn bis zu Schokofrüchten und von der Südtiroler Marende bis zur Tüte Pommes frites war für viele verschiedene Geschmäcker das Richtige dabei. Ein Grund mehr für die Leichtathletin Evi Stadler samt Gatten Anderl, die Sternennacht zu besuchen: „Das war schon so geplant, dass ich heute nach dem Training nicht koche, sondern dass wir uns hier etwas genehmigen. Deshalb haben wir uns auch vom Regen nicht abhalten lassen.“

Viele lokale Musikgruppen

Rund um die Lenggrieser Scheib’n gab’s auch einige Aktionen wie etwa in der Bahnhofstraße den „Gipfelbiker Pumptrack Trail“ in Zusammenarbeit mit der Firma Kristallturm für jugendliche Biker. Insgesamt 13 verschiedene Musikgruppen hatten versucht, sich zumeist unter großen Planen und Zelten vor der Feuchtigkeit zu schützen. Es lockten die rockigen Klänge der „Woodhouse Gang“ vor dem Bahnhof oder der „Mamma Bua“ in der Bahnhofstraße immer wieder zum Verweilen. Und „Wayna Pitchu“ versuchte mit südamerikanischem Temperament, die durchfeuchteten, klammen Gäste in Stimmung zu bringen. Nämliches war auch das Bestreben der „Lu Raßhofer Jazzband“ in der Flößergasse. Besser hatte es da die Lenggrieser Blaskapelle, die ihre Zuhörer im trockenen Alpenfestsaal empfangen konnte.

Hauptsächlich vor den zahlreichen Futterständen bildeten sich größere Ansammlungen, und die Stimmung unter den Besuchern war gar nicht einmal so schlecht. „Schön, dass einmal etwas geboten wird. Da trifft man viele Bekannte und bekommt Gelegenheiten zu einem gemütlichen Ratsch. Insgesamt immer noch besser, als zu Hause vor dem Fernseher zu sitzen“, zeigte sich auch die ehemalige Skirennläuferin Martina Ertl von der Sternennacht angetan.  

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