Straßenschäden
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Die marode Staatsstraße 2072 zwischen Wegscheid und Jachenau wird heuer noch ausgebessert.

Baumaßnahmen an der Staatsstraße 2072

Die „Buckelpiste“ von Wegscheid in die Jachenau wird geflickt

Als Schlagloch- und Buckelpiste gilt die Staatsstraße 2072 zwischen Wegscheid und Jachenau bei regelmäßigen Nutzern. Das Bauamt Weilheim wird heuer noch eine Sanierung starten. Allerdings sind nur Ausbesserungsmaßnahmen geplant.

  • Viele Bürgerbeschwerden wegen Straßenschäden
  • Mit der Ausbesserung der Staatsstraße 2072 soll Zeit gewonnen werden
  • Für Erhaltung der Staatsstraßen hat das Bauamt nur ein kleines Budget

Lenggries – Rund 300 000 Euro wird das Bauamt Weilheim ausgeben, um heuer vor allem marode Asphaltstellen auszubessern. Das soll in der zweiten Oktoberhälfte geschehen, gab der für den Landkreis zuständige Abteilungsleiter Martin Herda bekannt. Im Frühjahr sollen dann noch Risse vergossen werden.Auf der Staatsstraße 2072 wird kurz nach Wegscheid ein durchschnittlicher täglicher Verkehr von 2300 Fahrzeugen gemessen. Zum Vergleich: Kurz vor Geretsried fahren im Schnitt rund 8000 Fahrzeuge am Tag.

Zeit für Kompletterneuerung gewinnen

Kommt die seit langem geforderte grundlegende Erneuerung der 14 Kilometer langen Straße nach Jachenau nach der „Renovierung“ überhaupt noch? Mit den Flickmaßnahmen hofft das Bauamt tatsächlich Zeit für die Kompletterneuerung zu gewinnen, gibt Herda ohne weiteres zu. Es sei leider nicht genug Geld da, um das unbestritten angeschlagene Staatsstraßennetz zu ertüchtigen.

Für 189 Staatsstraßen-Kilometer rund 2 Millionen Euro im Jahr

Herda nennt auch Zahlen. Im Jahr stünden dem Bauamt Weilheim stets so um die zwei Millionen Euro für Erhaltungsmaßnahmen von Staatsstraßen zur Verfügung. Zwei Millionen Euro, um 189 Staatsstraßen-Kilometer im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zu erhalten. „Wir versuchen, mit diesen Mitteln das Beste zu machen.“

Als vor kurzem Bauarbeiter die entsprechenden Flickstellen zwischen Wegscheid und Jachenau markierten, seien sie, erzählt Herda, von Anwohnern angesprochen worden. Warum man denn eine eigentlich noch ganz gut in Schuss befindliche Bundesstraße 13 am Sylvensteinsee aufwendig saniert habe? Und warum sei das Geld nicht besser in die viel schlechteren Staatsstraßen gesteckt worden? Dem Straßenbauexperten ist es wichtig zu erklären, dass es sich hier um zwei unterschiedlichen Haushaltstöpfe handelt, aus denen geschöpft werde. Und für Bundesstraßen sei alleine der Bund zuständig. „Wir können keinen Euro für die Staatsstraßen abzweigen.“

Herda hält zwar den Zustand des Staatsstraßennetzes nicht für den allerbesten. Doch jammere man da auf hohem Niveau. In anderen Bundesländern schaue es ähnlich aus. Und den Vergleich mit Nachbarländern brauche man nicht zu scheuen.

Gütliche Einigung für weiteren Ausbau angestrebt

Gibt es Neues von der ebenfalls anstehenden Sanierung des Straßenstücks zwischen Wegscheid und Lenggries? Man werde, antwortet Herda, noch einmal einen gütlichen Versuch starten, um den für den Ausbau snötigen Grunderwerb durchzuführen. Wenn das nicht funktioniere, werde man ein Planfeststellungsverfahren starten, um das Baurecht durchzusetzen. Am Ende sei dabei im äußersten Fall auch eine Enteignung denkbar. Von Christoph Schnitzer

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