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Die Feuerwehr Anger-Mühlbach freut sich auf die Feierlichkeiten.

Feuerwehr Anger-Mühlbach

Dreitägiges Fest zum 75. Geburtstag

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Bei der Feuerwehr Anger-Mühlbach wird an diesem Wochenende groß gefeiert: Die Kameraden begehen das 75-jährige Bestehen ihrer Vereinigung. „Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher“, sagt Kommandant Hans Kellner. Zusammen mit vielen Helfern wurde nun ein Festzelt auf der Braun-Wiese an der Sylvensteinstraße aufgebaut.

Lenggries– Die Geschichte der Feuerwehr geht zurück bis ins Jahr 1942. Anlass für die Gründung war damals die Einlagerung von Kunstschätzen aus München in Schloss Hohenburg. Sie sollten dort vor Bombenangriffen geschützt werden. Damals schaffte man sich auch das erste Gerät an, nämlich eine handbetriebene Feuerspritze. Und noch etwas ist interessant: Weil viele Männer im Krieg waren, wurden zahlreiche Frauen in den Trupp einberufen.

Heute zählt die Feuerwehr rund 60 aktive Mitglieder. „Von größeren Einsätzen wurden wir in den vergangenen Jahren Gott sei Dank verschont“, berichtet Kommandant Kellner.

Erst vor drei Jahren haben die Kameraden ihr neues Gerätehaus bezogen. Bis dato gab es nur ein sehr kleines Gebäude, das noch aus dem Jahr 1950 stammte. In 6000 Arbeitsstunden und mit einer stolzen Summe von 150 000 Euro an Eigenleistung wurde ein neues, modernes Haus gebaut, in dem sich nun auch Werkstatt, Büro, WC-Räume und ein sehr schöner Aufenthaltsraum samt Küche befinden. Zudem können im Keller verschiedene Utensilien gelagert werden. Bei der Einweihung im Juni 2014 wurde auch das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Allradantrieb gesegnet.

Besonders stolz sind die Floriansjünger aus Anger und Mühlbach auch auf ihre Standarte. Sie zeigt Schloss Hohenburg und existiert seit 1992. Auf dem Schloss wurde sie vor 25 Jahren auch gesegnet. Der Feuerwehr ist übrigens auch das Bergkreuz auf dem Grasleitenkopf zu verdanken. Es wurde 1966 zum Gedenken an die gefallenen und verstorbenen Mitglieder von dem Mühlbacher Primizianten Georg Gilgenrainer eingeweiht.

Zur Feier des 75-jährigen Bestehens der Wehr ist die gesamte Bevölkerung eingeladen. Das Fest beginnt am Freitag, 19. Mai, mit einem Auftritt der Landjugendmusik im Festzelt. Am Samstag ist dann abends die Musikkapelle Gaißach zu hören. Barbetrieb ist täglich ab 22 Uhr.

Am eigentlichen Festtag am Sonntag, 21. Mai, findet um 10 Uhr eine Feldmesse an der Martin-Müller-Kapelle statt. Die Teilnehmer des Kirchenzugs treffen sich zur Aufstellung am Bauhof. Der Zug wird ab 9.30 Uhr über Sylvensteinstraße, Wiesweg, Grasleitenweg und Mühlgasse zur Feldmesse marschieren, danach geht es über Wiesweg, Grasleitenweg, Kampenweg, Raualmstraße und Hirschbachweg zum Festplatz.

„Es wird zu Verkehrsbehinderungen kommen, und wir bitten alle Autofahrer um Verständnis“, sagt Kommandant Hans Kellner. Die Lenggrieser und Jachenauer Blaskapellen begleiten die Feierlichkeiten am Festtag. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

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