News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein

News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein
+
Julia Pöckl hat mit erst 26 Jahren die Leitung des Naturparkhauses in Hinterriß übernommen. 

In Hinterriß

„Eigener Chef“: Julia Pöckl als Leiterin des Naturparkhauses

  • schließen

„Man muss die Persönlichkeit dafür haben, mitten in der Natur zu arbeiten“, sagt Julia Pöckl. Die 26-Jährige ist seit dieser Saison Leiterin des Naturparkhauses in Hinterriß.

Hinterriß – Es ist ein sehr schöner Arbeitsplatz, sagt Julia Pöckl. Die großen Fenster bieten einen Blick mitten in die Natur. Die junge Frau aus Fall leitet seit dem 1. Mai das Naturparkhaus in Hinterriß.

„Ich habe vorher in einem Büro mit einigen Mitarbeitern gearbeitet.“ Sie war im internationalen Tourismusgeschäft tätig, organisierte Abenteuertouren im Ausland. „Jetzt bin ich hier alleine.“ Das sei schon eine Umstellung gewesen. Aber sie genießt auch ihre neue Aufgabe, die sie auch aufgrund ihrer Heimatverbundenheit annahm. „Ich habe zwar einen Vorgesetzten, aber hier im Haus bin ich mein eigener Chef.“ Das mache die Arbeit vielseitig, denn sie sei für alles zuständig – egal ob Bestellungen für den Souvenir-Shop aufgeben und das Sortiment aussuchen, Informationen an Besucher ausgeben oder sogar das Putzen der Räumlichkeiten. Auch Buchhaltung gehört zum Alltag der gelernten Assistentin für Tourismusmanagement.

Vor allem gefällt Pöckl der Kontakt zu den Besuchern. Neben dem Shop und dem Infozentrum gibt es das Museum, das verschiedene Themen aus dem Karwendel beleuchtet: Natur, Gestein, Wasser, Jagd. „Häufig kommen Gruppen, dann sind auf einen Schlag 40 Personen da. Denen gebe ich an einem Karwendelmodell einen ersten Überblick über unsere Ausstellung“, sagt Pöckl. „Ich erzähle ihnen von den beliebtesten Orten und den Besonderheiten.“ Danach dürfen die Gäste selbst erkunden. „Es gibt viele verschiedene Bereiche, die interaktiv aufgebaut sind. Die Leute haben immer ihren Spaß damit.“

Im Herbst erwartet Pöckl viele Ausflügler

Zu Saisonbeginn im Mai war es noch recht ruhig, jetzt steigt die Besucherzahl täglich. „Bei Regen sind es immer mehr.“ Der Höhepunkt steht noch bevor – im Herbst, wenn sich die Ahornblätter verfärben und sich das Karwendel in seinem schönsten Licht zeigt. Pöckl erwartet dann viele Ausflügler.

Kurz danach ist die Saison allerdings auch schon beendet: Am 31. Oktober schließt das Naturparkhaus, um – wie jedes Jahr – nach dem Winter wieder zu öffnen. Auch für Julia Pöckl heißt das, sich eine andere Beschäftigung zu suchen. „Ich habe einen Saisonjob, vergangenes Jahr habe ich während der Skisaison auf dem Brauneck gekellnert.“ Ihr gefällt die Abwechslung. Die bekommt sie auch durch ihre Musik: Julia Pöckl ist eine aufstrebende bayerische Liedermacherin. „Bei mir ist immer was geboten“, sagt sie lachend.

Geboten ist auch im Karwendel immer etwas. Beispielsweise am 17. August: Da findet – bei schönem Wetter – am Naturparkhaus ab 19.30 Uhr ein Open-Air-Kino statt. Gezeigt wird der kritische, österreichische Dokumentarfilm „Bauer unser“. „Das wird bestimmt ganz cool, denn wir projizieren den Film ans Haus hin“, sagt Pöckl. Ebenfalls ans Herz legt sie Besuchern die Sternbeobachtung am Ahornboden, die am 14. September angeboten wird. „Da hinten ist es stockdunkel. Wir haben einen eigenen Naturparkführer, der den Leuten die Astronomie erklärt“, so die 26-Jährige. „Wir hoffen auf eine sternenklare Nacht.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Zeltlager von Loisachtaler Ministranten in Murnau
Zeltlager von Loisachtaler Ministranten in Murnau
Die Festwoche steht an: Gaißach erweckt Dorfgeschichte zum Leben
Gaißach lebt seine Geschichte. Das will die Gemeinde bei der großen 1200-Jahr-Feier am Wochenende unter Beweis stellen. Die Besucher dürfen sich auf ein buntes Programm …
Die Festwoche steht an: Gaißach erweckt Dorfgeschichte zum Leben

Kommentare