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Zur „offiziellen Einweihung“ des neuen Flutlichts am Lenggrieser Weltcup-Hang waren angetreten (v.li.): Pressebeauftragter Peter Hoffmann, stellvertretende Schatzmeisterin Michaela Kell, Schriftführerin Barbara Kell (knieend), OK-Chef Claus Redetzki, Schatzmeister Rudi Baumann, stv. Vorsitzender Toni Danner, ev. Pfarrer Stefan Huber, kath. Pfarrer Josef Kraller, Bürgermeister Werner Weindl, Erster Vorsitzender Karl Gerg und Bergbahn-Chef Peter Lorenz.

Einweihungsfeier am Weltcup-Hang 

Auch Petrus hat seine Freude am Flutlicht

Lenggries - Darauf hat der Skiclub Lenggries lange gewartet: Am Sonntag ist die neue Flutlichtanlage am Weltcup-Hang offiziell in Betrieb genommen worden – bei dichtem Schneetreiben und mit dem Segen der Kirche

Im Flutlicht: Der Weltcup-Hang ist taghell erleuchtet.

Mit Fackeln kam eine Gruppe Kinder des Lenggrieser Skiclubs am frühen Sonntagabend den Weltcup-Hang heruntergefahren, als nach und nach das Flutlicht an den 16 neu aufgestellten Masten eingeschaltet wurde, bis schließlich der komplette Hang taghell in gleißendes Licht getaucht war. Und zahlreiche Besucher ließen es sich nicht nehmen, zur offiziellen Einweihungsfeier das neue Licht auf Skiern selbst zu testen.

FIS-tauglich sollte die neue Beleuchtungs-Anlage sein, und das konnte etwa Heinz Tretter nur bestätigen: „Da wenn’st runterfahrst, siehst du jedes Huggerl. Einfach saustark.“ Und Bürgermeister Werner Weindl gratulierte dem Skiclub zum neuen Flutlicht und erklärte: „Für mich ist das die logische Weiterentwicklung der Sportanlage Weltcup-Hang mit Sessellift und maschineller Beschneiung, wo die Lenggrieser Jugend Skifahren und vor allem auch zu jetzt günstigeren Zeiten trainieren kann.“ Er machte deutlich, dass die Gemeinde von Beginn an voll hinter dem Projekt stand und sagte: „Es gab auch im Gemeinderat kaum Diskussionen, als wir beschlossen haben, die neue Anlage mit 75.000 Euro zu bezuschussen und darüber hinaus eine Bürgschaft über 155.000 zu übernehmen.“

Die Pfarrer beider Konfessionen, Josef Kraller und Stefan Huber, die dem neu erleuchteten Hang den kirchlichen Segen spendeten, betonten, dass sie sich heute „auf sehr ungewohntem Terrain“ bewegten. Dabei suchte Huber in seiner Lesung eine Verbindung zwischen Sport und Kirche und wurde beim Apostel Paulus in seinen Briefen an die Korinther fündig. Auch wenn im Neuen Testament in erster Linie von Faustkämpfern und Läufern die Rede war, so meinte der Geistliche: „Hätte es in Korinth Schnee gegeben, dann hätte Paulus auch den Wintersport bedacht.“

Der Skiclub-Vorsitzende Karl Gerg ließ noch einmal die Geschichte des Projekts Revue passieren, bei dem der Kostenrahmen von rund 250 000 Euro unbedingt eingehalten werden sollte: „Wir haben das mit nur 1750 Arbeitsstunden geschafft, die freiwillige Helfer aufbrachten.“ Insgesamt mussten da für die Fundamente der Stützen 250 Kubikmeter Erdboden und Geröll weggeschafft und etwa 370 Tonnen Beton eingebracht werden. Als beim Betonieren teure Hubschrauber-Stunden drohten, kam man auf eine pfiffige Idee. Mit geschwind verlegten Rohrleitungen, die längste davon 175 Meter lang, wurde der frische Beton von oben zu den entsprechenden Fundamenten im unwegsamen Gelände geleitet.

Peter Lorenz, der Geschäftsführer der Brauneck-Bergbahn, sagte: „Einfach bärig. Respekt, wie ihr das Ganze in so kurzer Zeit hingestellt habt.“ Darüber hinaus verwies er auf den Werbeeffekt für den Fremdenverkehrsort Lenggries: „Wenn man von der Bundesstraße den hell erleuchteten Hang sieht, dann weiß man, da ist was los.“ (Ewald Scheitterer)

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