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Strahlen mit der Sonne um die Wette: Die Schülerinnen der Abschlussklasse der Realschule Hohenburg. Die drei besten Absolventinnen heißen Emily Frauenrieder (1,08), Christina Schöttl (1,09) und Yasmin Heimgreiter (1,27).

Emotionaler Abschied von der Realschule Hohenburg

Krone zurechtrücken, lächeln – und weiter

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67 „Schlosswepsn“ der Realschule Hohenburg haben am Freitag einen Abflug gemacht - begleitet von vielen guten Tipps und Emotionen. 

Lenggries – Die letzte Chance, „ihren Mädels“ einen guten Rat zu geben, ließ sich Stefanie Scheja nicht entgehen. „Ihr verlasst dieses Haus nicht, ohne dass ich Euch noch Worte mit auf den Weg gebe“, scherzte die Leiterin der Realschule Hohenburg am Freitag bei der Zeugnisübergabe. Scheja beschwor ihre Schützlinge leidenschaftlich, mutig in den neuen Lebensabschnitt zu starten und rief ihnen zu: „Mut ist, wieder aufzustehen, das Krönchen zurechtzurücken – und weiter geht’s mit einem Lächeln.“

Zu ihrer Rede inspiriert hatte Scheja ein Lied, das sie eines Morgens auf dem Weg in die Arbeit im Radio gehört hatte. „Mut“ von Alexa Feser. „Mut ist, wenn du mit der Angst tanzt. Das, was du nicht ganz kannst, trotzdem versuchst“, heißt es darin. Mut bewies auch Maria Steinbacher aus der Klasse 9b. Sie sang die gesanglich anspruchsvolle Ballade zu Beginn der Feier mit viel Gefühl und Stimmgewalt – und verstärkte bei so mancher Absolventin die Emotionen und den Abschiedsschmerz.

Zum Beispiel bei Abschlussrednerin und Jahrgangsbesten (1,08) Emily Frauenrieder. Ihr kamen fast die Tränen, als sie den Lehrern für ihr Engagement dankte: „Egal, wie stürmisch der Seegang wurde oder ob wir im seichten Wasser kurz davor waren, stecken zu bleiben, unsere Kapitänin Frau Scheja und ihre Crew-Mitglieder bewahrten uns immer davor, zu kentern.“ Auch Co-Rednerin Julia Fast betonte, dass für sie „und bestimmt auch für viele andere“ Hohenburg eine ganz besondere Schule sei.

Zehn Schülerinnen haben Notenschnitt von besser als 1,5

Dieser Umstand zeigt sich Scheja zufolge auch an den glänzenden Leistungen. Alle 67 Zehntklässlerinnen haben bestanden – zehn davon mit einem Ergebnis von besser als 1,5. „Das ist beachtlich“, betonte Scheja. Das Wort „Mut“ komme eben auch von „sich mühen“.

Äußerst begehrte Auszubildende

Kein Wunder also, dass die Hohenburger Absolventinnen laut Bürgermeister Werner Weindl bei den regionalen Unternehmen äußerst begehrte Auszubildende seien. „Ich kann Euch sagen, Ihr habt die besten Chancen.“ Etwas mehr als die Hälfte der Absolventinnen aber beginnt zunächst keine Berufsausbildung, sondern drückt weiterhin die Schulbank. Stolz verwies Scheja in diesem Zusammenhang aufVerena Frech aus Lenggries. Die Absolventin der Realschule Hohenburg hat, wie berichtet, ihr Fachabitur mit einem Schnitt von 0,87 bestanden – und ist damit die beste FOS-Schülerin Bayerns. Am wichtigsten aber sei es, dass die Mädchen etwas fänden, das sie erfülle und Spaß mache. Und dann gab Scheja ihren Absolventinnen den wirklich letzten guten Rat mit auf den Weg: „Lasst Euch von niemandem Schrecken machen. Traut Euch, traut Euch was zu, seid mutig – und lasst die Schranken im Kopf zerbrechen.“

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