Auch am beliebten Wanderparkplatz an der B307 am Aufstieg zur Hochalm kostet Parken nun Geld.
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Auch am beliebten Wanderparkplatz an der B307 am Aufstieg zur Hochalm kostet Parken nun Geld.

Gemeinde pachtet Parkplätze von Bayerischen Staatsforsten an

Viele neue Parkautomaten in Lenggries: Erst zahlen, dann wandern

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    VonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Lenggries – Jetzt wird es ernst: Die Gemeinde Lenggries hat in den vergangenen Tagen auf zahlreichen Wanderparkplätzen Parkscheinautomaten aufgestellt. Auf vielen Flächen – beispielsweise am beliebten Aufstieg zur Hochalm – wird somit ab sofort zum ersten Mal eine Gebühr fällig.

Parkgebühren sollen Unterhaltskosten decken

Wie berichtet hat die Gemeinde seit diesem Jahr mehrere Parkplätze von den Bayerischen Staatsforsten angepachtet. Der Gemeinderat hatte in seiner Januar-Sitzung den Weg dafür freigemacht. Das ermöglicht nun auch die Bewirtschaftung dieser Flächen und eröffnet die Chance, nicht nur die Lasten des zunehmenden Tagestourismus wie Müll und Verkehrschaos zu tragen, sondern auch Einnahmen zu generieren. Reich wird die Kommune dadurch allerdings nicht, vielmehr geht es darum, durch die Gebühren die Unterhaltskosten zu decken. „Wir müssen schauen, dass wir zumindest mit einer schwarzen Null rauskommen“, hatte Bürgermeister Stefan Klaffenbacher (FWG) in der Januar-Sitzung betont.

Chaotische Zustände in Fall sollen verhindert werden

Parkautomaten – Anschaffungskosten je rund 6000 Euro – stehen nun auf folgenden Wanderparkplätzen: Am kalten Wasser, an der Isar zwischen Hohenwiesen und Kraftwerk, an der Radlbrücke, am Hochalmparkplatz, am Parkplatz an der Radlbrücke über die Walchen, am Scheufelschlag, am Spenglerweg, an der Zufahrt zur Geschiebesperre an der Isar, am Splittstadel in Vorderriß und am Stuhlbach. Zudem werden nun im ganzen Ortsbereich von Fall Parkgebühren erhoben. Das soll chaotische Zustände verhindern, weil Fahrer nicht den bislang schon kostenpflichtigen Großparkplatz ansteuern, sondern stattdessen ihr Fahrzeug lieber kostenlos im Ort abstellen.

Parken nur von 6 bis 22 Uhr erlaubt

„Auf all diesen Parkplätzen darf nur von 6 bis 22 Uhr geparkt werden“, erläuterte der Geschäftsleitende Beamte im Rathaus, Tobias Riesch. Die Gebühr beträgt für bis zu sechs Stunden 3 Euro, für sechs bis zu 14 Stunden 5 Euro und darüber hinaus 8 Euro. Dasselbe gilt für die bereits zuvor kostenpflichtigen Parkplätze in Hohenburg und Fall. Insbesondere dort stehe für einmalige Übernachtungen auch der Nachtparkplatz zur Verfügung. Dafür wird zusätzlich eine Gebühr von 10 Euro fällig. Momentan müssen die Beträge in bar bezahlt werden. „In wenigen Tagen soll für diese Parkplätze auch die Möglichkeit des Bezahlens mit der Handy-App Parknow freigeschaltet werden“, so Riesch.

Jahresparkausweis könnte sich lohnen

Wer öfter im Isarwinkel wandern geht, für den lohnt sich die Anschaffung eines Jahresparkausweises. Dieser kostet 50 Euro für die Zeit von 6 bis 22 Uhr, wer länger parken will, bezahlt 100 Euro. Bei Vorlage einer „Lenggrieser Kart’n“ reduziert sich die Gebühr um je 25 Euro. Die Jahresausweise sind in der Tourist-Info erhältlich.

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