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Schnee aus allen Kanonen: Auch der Reiserlift in Gaißach nimmt den Wintersportbetrieb auf.

Schnee und Eis

„Jetzt ist Zeit, Spaß zu haben“

Bad Tölz-Wolfratshausen – Ski fahren, rodeln, Schlittschuh laufen: Endlich ist die nötige Grundlage da. Im Isarwinkel sind die meisten Lifte seit Samstag in Betrieb. An den Eisplätzen werden die Bahnen präpariert.

Die vergangenen Wochen waren langweilig für Josef Gerg. „In der Zeit sind wir einfach darauf eingestellt, am Lift zu sein“, sagt Gerg. Und das kann er jetzt endlich: Der Lift am Draxlhang läuft.

„Jetzt sind ziemlich viele Kinder da, die packen’s an“, so der Liftbetreiber. Der Schnee sei optimal, die Verhältnisse bestens. „Über Nacht gab es 30 Zentimeter Neuschnee, und wir können viel Schnee machen. Jetzt geht’s auf alle Fälle länger“, berichtet Gerg erfreut.

Davon ist auch Andreas Adlwarth überzeugt. „Die Faschings- und Osterferien machen es sicher einigermaßen wett, dass es so lang nicht geschneit hat“, so Adlwarth. Der Liftbetreiber konnte am Samstag am Jaudenhang starten. „Es war überraschend viel los für das Wetter.“

Familie Fischhaber war gestern fleißig am Schnee-Machen und Pisten-Präparieren. Der Reiserlift in Gaißach hat seit gestern geöffnet und bietet beste Bedingungen zum Skifahren, die gestern bereits einige Wintersportler nutzten.

Mit dem Betrieb am Skilift Jachenau ist Josef Tiefenbrunner ebenfalls zufrieden. „Alle sind heiß aufs Skifahren“, sagt er. Der Lift läuft immer am Wochenende (10 bis 16 Uhr) und in den Faschingsferien von 6. bis 14. Februar täglich. Auf der Piste liegen laut Tiefenbrunner 35 Zentimeter Naturschnee. „Das reicht zum Fahren.“

Wilhelm Baumgartner kommt gerade vom Walzen an der Piste, als in der Anruf der Redaktion erreicht. Er eröffnet den Buchberglift in Wackersberg am Mittwoch (13 bis 16.30 Uhr; Samstag und Sonntag bereits ab 9 Uhr). „Heute ist ja ein Traumtag, wenn es so bleibt, ist es einwandfrei“, sagt er. Neben Skifahrern kommen auch viele Rodler zum Milchhäusl am Brauneck. „Die Abfahrt ist in einem Top-Zustand. Endlich Schnee“, sagt Hüttenwirt Josef Bichlmair, der die Rodelbahn präpariert. „Es schaut gut aus, dass es länger so bleibt.“ An der Reiser Alm hat die Rodelsaison ebenfalls begonnen und läuft einwandfrei.

„Tiptop“ sei auch die Rodelbahn am Blomberg, sagt Betreiber Hannes Zintel. „Wir haben lange genug gewartet, jetzt ist Zeit, Spaß zu haben.“ Am Samstag sei die Bahn noch etwas eisig gewesen, aber sie werde immer besser. „Am Sonntag war ein Knallertag.“ Zintel geht davon aus, dass er ab Samstag auch Nachtrodeln anbieten kann.

Damit auch Schlittschuhläufer auf ihre Kosten kommen, hat Andreas Stadler von den Eishockeyfreunden Lenggries den Natureisplatz vom Schnee freigeschaufelt und ist dabei, schichtweise Wasser aufzuspritzen. „Wenn die Temperatur hält, können wir heute wahrscheinlich aufmachen, am Mittwoch aber auf jeden Fall“, sagt Stadler (Info-Telefon 0 80 42/91 80 80).

Der Eisplatz in Gaißach hat vermutlich ebenso ab heute geöffnet. „Wir machen seit vorgestern Eis“, sagt Heidi Danner, Vorsitzende des SC Gaißach. Die Bevölkerung könne immer auf den Platz, wenn die Eisstockschützen nicht trainieren. „Im Stüberl ist fast immer jemand“, sagt Danner. Wann der Natureisplatz in der Jachenau geöffnet wird, steht noch nicht fest.

Auf den Schnee haben alle Wintersportler gewartet, für Inhaber einer Saisonkarte ist es aber besonders schmerzlich, dass es so spät geschneit hat. Hoffnung auf Kostenerstattung gibt es aber nicht. „Die Saison ist bis Ostern gesichert, da gibt es noch genug Tage, die Zeit abzufahren“, sagt Antonia Asenstorfer, Pressesprecherin von Alpen Plus. Es habe diesbezüglich auch nicht mehr Anfragen gegeben als üblich. „Viele haben die Karte bis Weihnachten einfach zum Wandern genutzt.“

Susanne Weiß

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