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Paul Klima ist nach wie vor auf der Suche nach einer neuen Bleibe für seine Greifvögel.

Umzugs-Pläne 

Falkenhof sucht weiter neue Heimat

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Wohin kann der Falkenhof umziehen? Das Vorhaben gestaltet sich schwierig. Inhaber Paul Klima sucht weiterhin nach einem passenden Ort, an dem er sich mit seinen Greifvögeln niederlassen kann.

Lenggries/Bad TölzWie berichtet, wollte Inhaber Paul Klima eigentlich bereits im Winter von Lenggries nach Bad Tölz umziehen. Der Grund: Sein Pachtvertrag für das Grundstück am Fuße des Braunecks ist ausgelaufen. Doch mit dem angepeilten Neuanfang im Ortsteil Roßwies – er wollte die Tiervorführungen streichen und sich auf die Filmtierschule konzentrieren – gibt es Probleme. Das etwa 1000 Quadratmeter große Areal liegt im Außenbereich – problematisch bei jeglicher Form von Bebauung. Nicht nur das Kreisbauamt, sondern auch die Untere Naturschutzbehörde legten ihr Veto ein. Zudem, so die Auskunft aus dem Landratsamt, würde bei einem Umzug mit großer Wahrscheinlichkeit ein Nachbar Klage einreichen.

Was Paul Klima nun bleibt, ist die Suche fortzusetzen. „Zum Glück ist unser früherer Verpächter nachsichtig“, sagt der Falkner. „Er jagt uns vorerst nicht vom Platz, bis wir einen alternativen Standort gefunden haben. Aber das ist eine zähe Geschichte.“

Vor einigen Tagen gab es einen Ortstermin mit der Immissionsschutzstelle am Landratsamt. Die Fachleute machten sich ein Bild vom Falkenhof in Lenggries. „Die Frage war: Wohin kann man eine Falknerei setzen? In ein Wohngebiet, an den Ortsrand, ist das Ganze privilegiert?“, sagt Klima. Es sei eine „ewige Diskussion“. Mit einem Messgerät wurde kontrolliert, wie laut so ein Vogel sein kann. „Die Anzeige war bei 75 bis 80 Dezibel, was unsere tägliche Arbeit betrifft“, so Klima. „In der Balzzeit kann es noch lauter werden.“

Die Schlussfolgerung: Der Falkenhof könne nur in den Außenbereich. „Sonst wäre es Lärmbelästigung für die Anwohner“, sagt Paul Klima. „Zu nah ans Wohngebiet kann man nicht heran.“

Am liebsten wäre dem Tiertrainer, ein „kleines, nettes Anwesen“ zu kaufen, bei dem die Möglichkeit besteht, Wohnen und Tiere zusammenzubringen. „Natürlich geht es, dass ich in Tölz wohne und nach Lenggries oder Roßwies fahre, um nach den Tieren zu schauen“, sagt Klima. „Aber wenn man einen Jungvogel oder ein krankes Tier hat, um das man sich intensiver kümmern muss, wäre es praktischer, wenn man einfach rausgehen könnte.“ Die tägliche Arbeit würde es erleichtern.

Große Hoffnungen, dass sich in naher Zukunft etwas ändert, hat Klima allerdings nicht. „Der Immobilienmarkt in der Region gibt ja bekanntlich nicht viel her.“ So wird er weiter nach einer Möglichkeit für einen Neustart suchen.

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