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Buntes Faschingstreiben findet am kommenden Dienstag wieder im Skigebiet Brauneck statt. Auf allen Hütten gibt es Live-Musik, verspricht Bergbahn-Geschäftsführer Peter Lorenz. 

Gäste wollen Schnee

„Ein ständiges Auf und Ab“

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Lenggries – Faschingsferien im Isarwinkel: Die  Buchungssituation ist gut, aber nicht perfekt.

Es ist schwieriger geworden, in Lenggries einen Parkplatz zu finden – sehr zur Freude von Ursula Grottenthaler. Denn dieser Umstand ist laut der Leiterin der Tourist-Information (TI) ein eindeutiges Indiz dafür, dass sich der Ort zu Beginn der Faschingsferien so langsam füllt – trotz der eher ärmlichen Schneeverhältnisse im Tal.

Dass die Buchungssituation gar nicht so schlecht ist, macht Grottenthaler aber natürlich nicht nur an der Parkplatz-Problematik fest. „Die Ferienwohnungen sind schon recht gut belegt, aber Zimmer sind noch zu haben“, fasst die Expertin zusammen. „Trotzdem hoffen wir natürlich, dass noch ein bisschen Schnee nachkommt“, betont Grottenthaler. Der würde erfahrungsgemäß nicht nur viele Kurzentschlossene in den Ferien nach Lenggries locken. Er wäre auch wichtig für die Loipen, die im Moment nicht befahrbar sind. Auf dem Brauneck liegen derzeit immerhin gut 60 Zentimeter Schnee, seit Freitag sind bis auf den Zielhanglift und den Florihanglift II alle Lifte in Betrieb. „Es ist schön zu fahren“, weiß Grottentahler aus eigener Erfahrung.

Das ist auch gut so. Denn anders als in den Weihnachtsferien kommen die Gäste in den Faschingsferien vor allem in die Berge, um Wintersport zu treiben, sagt Veronika Schalch-Seybold, die das Gästehaus „Zum Jäger“ betreibt. „Etwa die Hälfte davon will aber nicht Skifahren, sondern Langlaufen.“ Aktuell muss Schalch-Seybold ihre Gäste deshalb ins nicht allzu weit entfernte Christlum nach Österreich schicken, da die Loipen in Lenggries wegen des Schneemangels nicht genutzt werden können. „Die Urlauber haben damit kein Problem, aber es ist natürlich schade für Lenggries.“ Der Schneemangel hat noch einen anderen unangenehmen Nebeneffekt: Er beflügelt die Fantasie von so manchem Gast. „Es gab ein paar Stornierungen, weil angeblich die Oma gestorben ist oder sich jemand etwas gebrochen hat“, ärgert sich die Vermieterin. Gott sei Dank änderten diese schwarzen Schafe nichts an der ansonsten guten Buchungs-Situation.

Mit etlichen Stornierungen sah sich angesichts der warmen Temperaturen zwischendurch auch Christoph Seitz konfrontiert. „Das hat sich aber wieder ausgeglichen“, erzählt der Direktor des „Arabella-Brauneck-Hotels“. Insgesamt „schaut es gut aus, wir haben aber noch Platz“. Allerdings will sich Seitz nicht beklagen: „Wir jammern auf hohem Niveau.“

Ganz so entspannt beurteilt Peter Lorenz die Situation nicht. „Zufrieden können wir mit der Saison bislang nicht sein“, sagt der Geschäftsführer der Brauneck-Bergbahn. Schließlich sei der Skibetrieb erst seit Mitte Januar möglich. Damals seien die Pistenverhältnisse zwar sehr gut gewesen. Dann aber kam das Tauwetter, jetzt gehe das Skifahren oben wieder sehr gut. „Es ist ein ständiges Auf und Ab.“

Daran dürfte sich auch in den Faschingsferien nichts ändern: „Es soll durchwachsen werden“, sagt Lorenz und fügt mit Galgenhumor hinzu: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.“ Und das Faschingstreiben in den Hütten sei glücklicherweise ohnehin wetterunabhängig. Und dann gibt es da ja noch die Osterferien Ende März: „Darauf hoffen wir sehr, weil sie heuer sehr früh sind.“

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