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Symbolische Schlüsselübergabe: Minister Markus Söder (Mi., blaues Jacket) übergab das Stiftungshaus in Fall an Berend Jochem (rechts daneben), Vorsitzender der Stiftung der Polizeigewerkschaft. Für diese übernahm Söder zudem die politische Patenschaft. 

Feier in Lenggries

Stiftung der Polizeigewerkschaft:  Minister Söder als Pate

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Lenggries -Großer Anlass, kleine Feier – dafür aber handverlesene Gästen: Finanzminister Markus Söder übergab am Donnerstagabend das Faller Erholungsheim an Berend Jochem, Vorsitzender der Stiftung der Polizeigewerkschaft.

Seit 1999 hat die Stiftung das Gebäude an der Faller Ludwig-Ganghofer-Straße vom Freistaat gemietet. Die Wohnungen und die drei daneben liegenden Bungalows bieten eine Rückzugsmöglichkeit für Menschen, die in Blaulichtberufen arbeiten und ein Trauma erlitten haben. „In den vergangenen zehn Jahren gab es einen kontinuierlichen Anstieg an Stiftungsfällen“, sagt Berend Jochem. Um die Stiftungsarbeit mitzufinanzieren, werden die 17 Appartements in Fall, Lenggries und Niedernach aber auch ganz normal als Ferienwohnungen an die Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden und Rettungsdiensten vermietet. „Urlaub für Familien ist hier unser Schwerpunkt“, sagt Jochem.

Das Haupthaus in Fall mit seinen sieben Wohnungen gehört seit wenigen Monaten der Stiftung. Das Grundstück überlässt ihr der Freistaat nun in Erbpacht. Der jetzt unterzeichnete Vertrag läuft bis 2095 und gewährt langfristige Sicherheit. Um das zu untermauern überreichte Minister Söder am Donnerstag einen großen Schlüssel an Jochem. Mit eingeladen zu der kurzen Feierstunde waren einige Behördenleiter sowie Vertreter aus Politik und Polizei.

Jochem nutzte die Gelegenheit für eine persönliche Bitte an den CSU-Politiker: Mit den früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und Günther Beckstein habe die Stiftung zwei Fürsprecher mit großem politischen Gewicht gehabt. Und genau solche einflussreiche Unterstützer brauche es, so Jochem. „Zuletzt fehlte uns aber ein politischer Ziehvater.“ Da er aber wisse, dass Söder sich nicht vor klaren Worte fürchte und sich immer für die Belange der Polizei stark gemacht habe, „wollte ich Sie bitten, die politische Patenschaft für unsere Stiftung zu übernehmen“, wandte sich Jochem an den Minister.

„Das ist für mich eine große Ehre“, antwortete Söder. Er nehme seine Aufgabe als Beamtenminister sehr ernst. Und hier habe vor allem die Polizei für ihn Vorrang. Bayern bezahle seine Polizisten besser und rüste sie besser aus. „Wir stehen zu unserer Polizei – auch wenn es mal schwierig wird“, betonte er. Er sei beeindruckt von der Arbeit der Stiftung, ergänzte Söder. Hier werde Kollegen geholfen, die eine schwierige Zeit zu durchleben hätten. „Die Stiftung hat für ihre wichtige Arbeit Unterstützung verdient.“

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