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Trotz des schlechten Wetters machten sich einige Wanderer auf zu den Hütten.

„Fest am Berg“ am Brauneck

Schmuddelwetter trübt Hütten-Gaudi

Alle hatten sich bestens vorbereitet. Sämtliche Almen und Hütten am Brauneck waren gerüstet für die 13. Auflage vom „Fest am Berg“. Nur leider spielte am Sonntag das Wetter nicht mit. 

Lenggries  Tief hingen schon in den Morgenstunden die Nebelschwaden überm Garland, und dann setzte auch noch starker Regen ein. So wollten nur recht wenig Bergfreunde nach oben. Die allerwenigsten entschieden sich für den Aufstieg zu Fuß, doch auch die Anzahl von Fahrgästen bei der Bergbahn hielt sich in Grenzen. Im etwas kleineren Rahmen wurde dennoch gefeiert.

So zog es Familie Scharrer gleich einmal zum Gipfelhaus, um sich dort den Stempel für die Teilnahme am Gewinnspiel zu holen. Für drei Tage waren sie extra aus dem Frankenland angereist. Frank Scharrer war trotz Nässe bei guter Laune: „Wir haben uns richtig auf diesen Kurzurlaub gefreut. Und dann so ein Wetter. Aber wir durften am Vorabend beim Weinfest der Lenggrieser Feuerwehr schon sehr schöne Stunden erleben und behalten Lenggries in guter Erinnerung.“

Auf der Fahrt nach Kroatien hat Familie Blank aus Aachen einen Zwischenstopp eingelegt, und Papa Matthias verriet, weshalb trotz des Schmuddelwetters der Berg in Angriff genommen wurde: „Wegen der Natur natürlich. Die gibt es ja nicht nur bei schönem Wetter. Man kann auch bei Regen hier oben viel genießen.“ Sprach’s und richtete den Blick zur Tölzer Hütte. Kaum dort angekommen, drang auch schon richtig schneidige Musik von innen an ihre Ohren. Und drinnen herrschte wirklich beste Stimmung. „Jetzt erst einmal ein Weißbier und dann einen Kaiserschmarrn. Darauf hab’ ich mich heute schon nach dem Aufstehen gefreut“, gestand ein Besucher aus Braunschweig und freute sich über die urigen Bayern am Nachbartisch, die „so richtig zünftig und herzhaft feiern können“.

Das Brauneck feiert „Das Fest am Berg“

Hüttenwirt Hubs Walther nahm die Wetterkapriolen recht gelassen und meinte: „Im letzten Jahr haben wir ein richtig gutes Geschäft gemacht. Da wurde über das gute Wetter kein Wort verloren. Warum also heute über die schlechten Verhältnisse jammern?“ Ähnlich sieht es auch Julia Müller vom Panoramarestaurant: „Sicher ist heute nicht viel los. Aber wir haben Stammgäste, die kommen zum Fest am Berg seit den Anfangsjahren. Die Musik spielt deshalb genau so auf, als wäre die Terrasse und das ganze Lokal bis auf den letzten Platz gefüllt.“

Rudi Steiger-Wiesner vom Brauneck-Gipfelhaus wäre es allerdings lieber, wenn zukünftig ein Verschiebetermin eingeplant würde: „Da investierst du in Werbung und Anschaffungen, und dann ist alles umsonst.“ Walther plädiert dafür, die Durchführung bei jedem Wetter beizubehalten: „Da würden wir viele Stammgäste vergraulen, die extra ihren Urlaub zu diesem Termin buchen. Die kommen bei jedem Wetter rauf, und auch viele Einheimische, die nicht den großen Trubel, sondern eine richtige Hüttengaudi schätzen.“ Hans Demmel


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