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Kurioser Rettungseinsatz: Fliegende Kuh über der Seekaralm – „Hatten großes Glück“

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Von: Felicitas Bogner

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An einem 50 Meter langen Seil wurde die Kuh vom Helikopter zur Alm geflogen.
An einem 50 Meter langen Seil wurde die Kuh vom Helikopter zur Alm geflogen. © Feuerwehr Lenggries

Einsatzkräfte der Lenggrieser Bergwacht und der Freiwilligen Feuerwehr Lenggries haben am Sonntagmittag bei einem Spezialeinsatz ein trächtiges Jungrind im Seekargebiet gerettet.

Lenggries – Einen tierisch aufregenden Einsatz hat die Bergwacht Lenggries gemeinsam mit der Feuerwehr Lenggries am Sonntagmittag bewältigt. Im Seekargebiet ist ein trächtiges Jungrind in eine Wassereinfassung gestürzt. „Da das Loch drei Meter tief war, konnte sich die Kuh selbst nicht befreien“, erklärt Josef Bergmayer von der Bergwacht.

Lenggries: Trächtige Kuh stürzt in drei Meter tiefes Loch - Hubschrauber kommt zur Hilfe

Nach der Alarmierung gegen 11.30 Uhr durch den Besitzer der Kuh – ein Landwirt aus Kirchbichl – habe man sich dazu entschlossen die Feuerwehr zur technischen Hilfeleistung nach zu alarmieren. „Wir haben dafür ein spezielles Tierbergegeschirr“, sagt der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Lenggries, Johann Willibald.

Das trächtige Jungrind ist im Seekargebiet in ein drei Meter tiefes und drei Meter breites Wasserloch gestürzt. Die Kuh konnte sich selbst nicht befreien.
Das trächtige Jungrind ist im Seekargebiet in ein drei Meter tiefes und drei Meter breites Wasserloch gestürzt. Die Kuh konnte sich selbst nicht befreien. © Feuerwehr lenggries

Zusätzlich habe man einen Transporthubschrauber organisiert. „Das ist spontan an einem Sonntag gar nicht so einfach. Wir hatten dann aber Glück, und die Firma Heli Tirol hat uns einen Hubschrauber geschickt“, berichtet Bergmayer.

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Kurioser Einsatz: Hubschrauber bringt Kuh zur Seekaralm

Alles sei „wie am Schnürchen“ verlaufen, meint er. Ein Tierarzt habe das trächtige Jungrind sediert, darauffolgend habe man ihr das Rettungsgeschirr angelegt. „Das geht quasi einmal um den Bauch herum“, erklärt Willibald. „Und dann hat der Hubschrauber das Rind aus der Grube gehoben“, sagt Bergmayer und ergänzt: „Wir hatten bei der Aktion großes Glück, dass die Einfassung einen Durchmesser von gut drei Metern hatte, so konnte das Tier ohne Probleme ausgehoben werden.“ Anschließend wurde die Kuh mit dem Helikopter an einem 50 Meter langen Seil zur Seekaralm gebracht. „Augenscheinlich hat sie keine Verletzungen erlitten“, meint Bergmayer.

Insgesamt seien neben der Helikoptercrew und einem Tierarzt vier Einsatzkräfte der Bergwacht und acht Lenggrieser Floriansjünger an der vierstündigen Rettungsaktion beteiligt gewesen. So kurios der Einsatz klingt, für die Bergwacht war es beinahe Routine: Tiere aus alpinem Gelände zu retten, kommt eigentlich immer mal wieder vor. „Daher sind wir diesbezüglich auch einigermaßen erfahren“, schließt Bergmeyer erleichtert.  

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