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Mit dem Helikopter wird Material zur Florihütte geflogen. Dort läuft seit Ende September die Sanierung.

Florihütte am Brauneck

Bauen am Berg

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Die Florihütte am Brauneck ist mittlerweile seit über einem Jahr geschlossen. Verantwortlich dafür ist der mangelhafte Brandschutz. Seit wenigen Tagen wird nun aber hart an der Wiedereröffnung gearbeitet.

Lenggries– Bis die letzte Genehmigung für die Sanierung der Hütte auf 1290 Metern vom Landratsamt vorlag, dauerte es etwas. „Am 25. September wurden die Arbeiten für die Bauunterhaltsmaßnahme aufgenommen“, sagt Dagmar Rümenapf, Pressesprecherin des städtischen Baureferats in München.

Der Landeshauptstadt gehört die 1928 erbaute Florihütte. Pächter ist der Erholungsheim-Verein der Münchner Berufsfeuerwehr, deren rund 1700 Beschäftigten die 42 Betten in erster Linie zur Verfügung stehen. Der Verein verpachtet die Hütte an einen Betreiber, der sich um Gastronomie und Beherbergung kümmert. Im Herbst 2015 gab es hier ein Wechsel. Das nahm das Landratsamt zum Anlass, um die Hütte zu überprüfen. Dabei wurden große Mängel beim Brandschutz festgestellt. Die Kreisbehörde untersagte die Nutzung als Beherbergungsbetrieb.

Wenig später habe das Baureferat der Landeshauptstadt damit begonnen, die Sanierung zu planen und in die Wege zu leiten, erklärt Rümenapf. Wünsche der Nutzer und der Pächter flossen mit ein. Im Januar lag der Gemeinde Lenggries schließlich der erste Entwurf vor. Und der kam nicht gut an. Hauptkritikpunkt war die Gestaltung des Sicherheitstreppenhauses auf der Ostseite der Hütte, das Fluchtwege aus Ober- und Dachgeschoss ins Freie gewährleisten sollte. Entstanden wäre dafür ein ziemlich hoher Betonturm. Der passe vielleicht in die Stadt München, keinesfalls aber auf den Berg, hatte Bürgermeister Werner Weindl deutlich gemacht. Diese Planung sei aber „alternativlos“ hielten ihm die Vertreter der Landeshauptstadt entgegen.

So richtig glauben wollten die Lenggrieser Gemeinderäte das aber nicht und forderten eine landschaftsverträgliche Variante. Und tatsächlich legten die Planer diese Alternative nicht einmal einen Monat später vor – ganz ohne Beton. Über einen Steg aus dem Dachgeschoss erreicht man nun über eine Treppe den Steg aus dem ersten Stock. Dieser Fluchtweg endet dann im Gelände. Der Gemeinderat segnete die Variante ab.

Eröffnung zur Sommersaison 2018

Ende September rückten nun die Arbeiter auf der Florihütte an. Bauen am Berg ist oft nicht leicht. Zum Materialtransport wird daher auch ein Hubschrauber eingesetzt, der große Teile – beispielsweise für den neuen Dachstuhl – nach oben bringt. Wie lange gearbeitet werden kann, hängt davon ab, wann heuer der Winter kommt. Ziel sei es aber, dass „die Florianshütte zur Sommersaison 2018 wieder in Betrieb gehen kann“, so Rümenapf.

Die Frage, wie viel Geld die Landeshauptstadt in die Sanierung investiert, beantworte die Pressesprecherin nicht. In der Januar-Sitzung des Gemeinderats war von rund 500 000 Euro die Rede.

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