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Licht auf dem Lenggrieser Weltcup-Hang: Damit geht schon bald ein lang gehegter Wunsch des alpinen Sportwarts Karl Haider (re.) in Erfüllung. 

Flutlicht für den Lenggrieser Weltcup-Hang

Lenggries - Der Lenggrieser Skiclub baut eine Flutlichtanlage am Weltcuphang. Schon im kommenden Winter soll das 250.000 Euro teure Projekt verwirklicht werden.

Was hat das Licht auf dem Lenggrieser Weltcup-Hang mit dem G 8-Gymnasium zu tun? Ziemlich viel, denn nachdem auch beim alpinen Ski-Nachwuchs immer öfter Nachmittags-Unterricht auf dem Lehrplan steht, müssen die Trainingsstunden zunehmend in die Dunkelheit verlegt werden.

So fiel am Dienstagabend beim Lenggrieser Skiclub der einstimmige Vorstandsbeschluss: „Wir bauen Flutlicht auf den Weltcup-Hang. Bereits im kommenden Winter 2016/17 soll die Anlage stehen.“ Die wichtigsten Voraussetzungen dazu waren bereits zuvor geschaffen worden. „Der Bauantrag ist seitens der Gemeinde und vom Landratsamt sehr schnell durchgezogen worden. Jetzt sind alle Genehmigungen da“, freut sich SCL-Vorstand Karl Gerg. Er verweist auf die „großartige Unterstützung“ von Bürgermeister Werner Weindl und Landrat Josef Niedermaier: „Die stehen voll dahinter.“

Auch die Finanzierung des 250.000 Euro-Projekts ist klar umrissen. Neben erheblicher Eigenleistung und der Aufnahme eines Darlehens „müssen wir halt jetzt bei möglichen Sponsoren und der Bevölkerung zum Betteln gehen“, führt Gerg aus. Für das Darlehen werde zudem noch eine Bürgschaft der Gemeinde benötigt, die der Zustimmung des Gemeinderats bedürfe. „Aber da sehe ich kein Problem, nachdem der Verein derzeit schuldenfrei ist“, erklärte Weindl unlängst.

Auch über einen direkten Zuschuss werde noch verhandelt. Hier könnten eventuell Lenggrieser Stiftungen zur Jugendförderung angezapft werden. Schließlich soll das neue Flutlicht am Weltcup-Hang ja in erster Linie heimischen Kindern und Jugendlichen zugutekommen.

Geplant sind neben den Erdarbeiten die Aufstellung von 16 etwa 18 Meter hohen Masten, die dem Hang dann von der Talstation des vereinseigenen Sessellifts bis hinauf zum Starthaus „FIS-taugliches Licht“ spenden. „Damit könnten wir dann selbst Weltcup-Rennen in den Abendstunden ausrichten“, sagt der Skiclub-Boss.

Etwa in einem Monat soll der Spatenstich durch eine österreichische Firma erfolgen. „Damit wir bereits im Winter unter Licht fahren können.“ Die zeitliche Erleichterung mit möglichem Training in den Abendstunden betrifft freilich nicht nur die kleinen Ski-Rennfahrer. „Auch die zumeist nebenamtlichen Trainer haben am Abend eher Zeit“, erklärt Gerg. „Und außerdem müssen wir gegenüber dem bereits erleuchteten Sonnbichl-Hang in Bad Wiessee konkurrenzfähig bleiben“, wirft Schatzmeister Rudi Baumann ein.

Letzteres war ein zusätzliches Argument in Sachen Betriebskosten für die geplante Anlage. „Alleine mit der Ersparnis der Ausgaben für die Liftkarten der Kinder, die zuletzt in Wiessee trainieren mussten, kommen die 30 Euro täglich, die uns das eigene Licht an Strom kosten wird, wieder herein.“ Der SCL-Chef lässt keinen Zweifel daran, „dass das Lichtprojekt überaus sinnvoll ist“.  esc

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