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Das Familienunternehmen braucht Platz für Erweiterung und möchte künftig komplett auf Biobetrieb umstellen, sagt Firmenchef Wolfgang Epp. 

Umzugs-Pläne:

Gärtnerei Epp will nach Reichersbeuern

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Lenggries/Reichersbeuern - Jetzt ist es offiziell: Die Gärtnerei Epp aus Lenggries möchte nach Reichersbeuern umziehen, und zwar auf eine Fläche an der Bundesstraße 13. Der Bauantrag wird am Freitag im Gemeinderat behandelt.

Dass die Gärtnerei Epp die Gemeinde Lenggries verlassen wird, ist schon länger bekannt. Allerdings war bisher nicht klar, wohin das Traditionsunternehmen, das seit über 80 Jahren in Lenggries beheimatet ist, ziehen wird. Der neue Standort soll also nun Reichersbeuern werden, wie der Tagesordnung des Gemeinderats zu entnehmen ist.

In Lenggries kann das Unternehmen nämlich nicht erweitern (wir berichteten). In Reichersbeuern sind der Neubau eines Produktionsgewächshauses mit Arbeitshalle und einem Laden geplant. Laut Firmenchef Wolfgang Epp werde man die beiden Standorte in Lenggries und Bad Tölz (am Friedhof; aber kein Verkauf mehr) in Reichersbeuern zusammenführen. „Wir machen aus zwei Betrieben einen plus zehn Prozent“, beschreibt Epp die Größendimension (zirka 6500 Quadratmeter). Die Fläche liegt an der neugebauten Abbiegespur Richtung „Bei“. Das Areal ist großzügig. „Mit dem Parken werden wir dann auch keine Probleme mehr haben“, freut sich der Lenggrieser.

Als Gärtnereifachbetrieb wird Epp baurechtlich wie ein landwirtschaftlicher Betrieb eingestuft. Fachlich spricht man hier von einer „Privilegierung“. Epp möchte künftig komplett auf Biobetrieb umstellen. Hier gilt die Vorschrift, Zierpflanzen und Gemüse zu trennen. Zudem soll der regionale Verkauf von selbst gezogenen Tomaten und Gurken verlängert werden. Derzeit gibt es die beiden Gemüsesorten von Sommer bis Herbst zu kaufen. „Wir möchten versuchen, dieses Angebot ein bisschen länger zu bestücken“, sagt Epp.

Der Gärtnermeister hat auch einen Antrag gestellt, neben seiner neuen Gärtnerei ein Einfamilienhaus zu bauen. Denn: „Blumen und Pflanzen kennen keine Feiertage“, sagt er schmunzelnd. Soll heißen: Wenn etwas passiere – etwa der Ausfall einer Heizanlage – würde man das sofort mitbekommen und könne eingreifen.

Den Bauanträgen sind Gespräche mit Gemeinde und Landratsamt vorausgegangen. „Wirtschaftsförderer Andreas Roß hat uns sehr geholfen.“ Wenn alles klappt, möchte Epp noch heuer mit dem Neubau anfangen.

Die Gärtnerei Epp, die auch ausbildet, hat derzeit 14 feste Angestellte, ab Oktober sind es 17. Am neuen Standort dürfte die Zahl noch ein bisschen steigen – Epp rechnet mittelfristig mit etwa 20 Mitarbeitern.

Das Epp-Gelände in Lenggries wird als Mischgebiet ausgewiesen. Das hat der Gemeinderat in den vergangenen Monaten beschlossen. Es werden Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen.

Die Gemeinderatssitzung in Reichersbeuern beginnt am Freitag, 15. Juli, um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus. Neben den Anträgen von Wolfgang Epp geht es auch um den Bebauungsplan Kirchberg-Ost und das Gemeindemodell „Margeritenweg“ (Änderung der Modalitäten zur Vergabenentscheidung). Zudem werden private Bauangelegenheiten behandelt.

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