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Die neuen Rasenmuster sind bereits begutachtet (v. li.): Walter Biagini (Schriftführer), Norbert Maßmann (Juniorenleiter), Zweiter Vorsitzender Michael Willibald, Bürgermeister Werner Weindl, Vorsitzender Wolfgang Schalch, Werner Gutt (Platzwart und Technischer Leiter) und Andreas Meyr (Fußball-Abteilungsleiter).

Generalsanierung Kunstrasen

Geldregen lässt künstliches Gras sprießen

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Seit einigen Jahren schiebt der Lenggrieser SC ein Mammutprojekt vor sich her: die Generalsanierung des in die Jahre gekommenen Kunstrasenplatzes. Nun, da ein technisches und ein medizinisches Gutachten den Platz als gesundheitsgefährdend einstufen, duldet das 330 000 Euro teure Vorhaben keine Verzögerungen mehr.

Lenggries – An dem Konzept wird seit dem vergangenen August akribisch gearbeitet: Angebote eingeholt, um Fördergelder angefragt, Anträge eingereicht. Nachdemder Schlegldorfer Landschaftsarchitekt Fritz Erhard, der bereits bei den beiden LSC-Rasenplätzen Planer und Projektleiter war, den 20 Jahre alten, maroden Kunstrasen in Augenschein genommen hatte, stand eine mittlere sechsstellige Summe im Raum. „Denn mit dem Austausch des künstlichen Rasenteppichs alleine ist es nicht getan“, erklärt Vorstand Wolfgang Schalch. Da der Untergrund allerlei Senkungen und Unebenheiten aufweist, und damit auf die Dauer gesundheitsschädlich für die Fußballer ist, muss auch der komplette Unterbau, die sogenannte Elastiktragschicht, saniert werden.

Beauftragt mit den Arbeiten ist nun die Firma Kutter aus Memmingen. Die Schwaben sind auf den Bau von Rasen- und Kunstrasenspielfeldern spezialisiert und haben im Oberland bereits die Plätze in Penzberg, Geretsried und Garmisch aufgebaut. Die Kosten in Lenggries sind inzwischen auch ermittelt: rund 330 000 Euro.

Den größten Batzen davon, nämlich 180 000 Euro wird die Gemeinde schultern. Außerdem übernimmt Lenggries eine Bürgschaft in Höhe von 50 000 Euro. Bürgermeister Werner Weindl und die Räte taten sich nicht schwer, das Projekt in nichtöffentlicher Sitzung durchzuwinken. „Wir stehen der Sanierung sehr positiv gegenüber“, stellt Weindl klar, „wir sehen tagtäglich wie wertvoll die ehrenamtliche Arbeit ist, die der Verein für Kinder und Jugendliche leistet. Deshalb gab es im Gemeinderat auch keine Diskussionen zu diesem großen Projekt.“ Da die Sanierung alle erforderlichen DIN-Vorschriften einhält, unterstützt auch der Bayerische Landessport-Verband die bauliche Maßnahme. „Das sind rund 50 000 Euro“, berichtet 2. Vorstand Michael Willibald.

Den Restbetrag – 100 000 bis 120 000  Euro – muss der Sportclub schultern. „Nach dem Neubau der Rasenplätze ist das wohl für längere Zeit die letzte große Baumaßnahme“, hofft der für die Finanzen zuständige Willibald. Rund 650 000 Euro an Kapital und Eigenleistung hat der Verein in den vergangenen Jahren für diverse Um- und Neubaumaßnahmen an Vereinsheim und Sportgelände erbracht. Ermöglicht vor allem durch zahlreiche Gönner und Spender.

Auch dieses Mal kommt Willibald nicht umhin, an die Partner und Förderer zu appellieren und sie zu einer Bausteinaktion zu animieren. „Wir wollen mit der Generalsanierung den Trainings- und Spielbetrieb, insbesondere für unsere 17 Jugendmannschaften sicherstellen und die Gesundheit aller Sportler schützen.“ Um die Bausteinaktionäre entsprechend zu würdigen, wird am Gerätehaus eine große Tafel in Form eines Fußballfeldes angebracht. „Darauf werden alle Spender mit Namen oder dem Logo ihrer Firma erwähnt“, verspricht Willibald.

Da alle planerischen Hürden überwunden sind, muss nur noch der Winter weichen, um den Bauarbeitern das Feld zu überlassen. Anfang Juni wird der erste „Spatenstich“ erfolgen. Nach sechswöchiger Umbauzeit soll dann das neue künstliche Gras im Isarstadion sprießen.

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