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Auch heuer wieder sehr gut besucht war der Inklusionsabend der Lebenshilfe im Lenggrieser Alpenfestsaal.

Gelebte Integration im Alpenfestsaal

Er war wieder ein voller Erfolg: Der sechste Inklusionsabend, den die Lebenshilfe gemeinsam mit Isarwinkler Musikgruppen veranstaltete.

Lenggries – Bereits zum sechsten Mal in Folge ging am vergangenen Samstag im Lenggrieser Alpenfestsaal der Inklusionsabend unter dem Motto „Musi, Tanz, Gsang und Freid für behinderte und gesunde, oide und junge Leit“ über die Bühne. Wobei die Bühne nur ein Teil des Geschehens war, denn bereits bei den einleitenden Musikstücken war die Stimmung so ausgelassen, dass der eine oder andere im Saal mittanzte.

Dabei war der eigentliche Tanz dem zweiten Teil des Abends vorbehalten, als die zahlreichen Besucher unter Anleitung von Walter Kohlhauf einfache Schritte einstudierten. Wie das mit dem Tanzen geht, hatte zuvor schon die Jugendplattler-Gruppe des Trachtenvereins Stamm, geleitet von Barbara Danner, sehr zur Freude der zahlreichen Besucher gezeigt. Diese waren eingangs vom bewährten Ansager Alois Ostler begrüßt worden, der die zahlreichen Mitwirkenden und die Ehrengäste einzeln vorgestellt hatte. Ostler erinnerte daran, dass man an diesem Tag des Hl. Hubertus gedenke, des Patrons der Jäger. Dennoch werde im Saal nur musikalisch zur Treibjagd und zum Halali geblasen. Der Redakteur des Tölzer Kurier präsentierte sich dabei ganz dem aktuellen Trend entsprechend mit Bart, schließlich drohe ein harter Winter, wie er humorvoll anfügte.

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Die Stimmung im Saal ließ aber noch keinen Wintereinbruch befürchten, hier herrschte unbeschwerte Freude an Musik und Gesang, getreu dem etwas ausladenden Motto des Abends, der wieder von der Kreisvereinigung Lebenshilfe mit Unterstützung der Isarwinkler Musikgruppen veranstaltet wurde.

Ob die Goaßara Fünf (mit einem Durchschnittsalter von 71 Jahren), der Dreigesang KJG (der nichts mit der Katholischen Jugend in Bad Tölz zu tun hat) oder die Mia san mia-Musik der Lebenshilfe, alle Darbietungen bekamen den verdienten Beifall. Wie immer waren auch Hans Kloiber an der Veeh-Harfe, Sepp Oswald mit dem Akkordeon und Kaspar Würmseer, begleitet von Kloiber, zu hören. Stefan Michels erfreute wieder mit seinen treffenden Witzen, und Alois Ostler sprach nicht nur verbindende Worte zwischen den musikalischen Darbietungen, sondern dankte besonders all denjenigen, die den zünftigen Abend ermöglichten, darunter seinem älteren Bruder Franz, der wieder mit den Goaßara Fünf zu hören war.

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„Dieser Abend war gelebte Inklusion“, bilanzierte der Lebenshilfe-Vorsitzende Martin Lechner, der viele seiner Schützlinge und Mitarbeiter begrüßen konnte. Inzwischen hat sich auch der Zusatz auf den Plakaten herumgesprochen, die zu dem bunten Abend einladen. Dort heißt es auf gut Bairisch: „Wer net kimmt, is selber schuld.“ Das dürften sicher einige beherzigen, die heuer nicht dabei waren und sich schon auf den Abend im kommenden November 2019 freuen.  (Karl Bock)

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