Drei Feuerwehrautos stehen in der Garage.
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70.000 Euro kostet die zentrale Schlauchpflege-Einrfichtung

Zentrale Schlauchpflege-Einrichtung

Gemeinde Lenggries investiert in die Feuerwehren

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Die Gemeinde Lenggries möchte eine zentrale Schlauchpflegeeinrichtung für alle Feuerwehren in der Kommune schaffen. Den Grundsatzbeschluss fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Lenggries - Auch wenn die rund 70 000 Euro teure Anschaffung frühestens im kommenden Jahr im Haushalt eingeplant werden soll, musste das Thema bereits jetzt auf die Tagesordnung, weil die Planungen für das neue Feuerwehrhaus in Schlegldorf vorangetrieben werden sollen. Und dort könnte der Schlauchturm entfallen, wenn die Pflegeeinrichtung zentral im ehemaligen Freibankgebäude neben dem Gerätehaus der Lenggrieser Feuerwehr an der Münchner Straße entsteht. Die Betreuung und Bedienung der Anlage sollte dabei nicht durch jede Feuerwehr selbst, sondern durch ein bis zwei fest verantwortliche Personen erfolgen.

Massive Probleme mit Schlauchplatzern

Nötig ist das Ganze, weil „Druckschläuche bei jeder Schlauchwäsche von einem Sachkundigen einer Druckprüfung zu unterziehen sind“, wie Kämmerer Michael Wenig in der Sitzung erläuterte. Warum das so wichtig ist, verdeutlichte Anton Leeb (CSU), der nicht nur Gemeinderat, sondern auch Kreisbrandmeister ist. „Wir haben massive Probleme mit Schlauchplatzern, auch weil die Qualität nachlässt.“ Das Material ginge leichter kaputt als früher, sagte Leeb. Und jeder könne sich vermutlich vorstellen, was passiert, wenn es mitten in einem Einsatz „einen Schlauch zerreißt. Es geht hier auch um den Eigenschutz der Feuerwehr.“

Gemeinde kann mit Zuschüssen rechnen

Andreas Wohlmuth (FWG) konnte sich mit der Investition gut anfreunden. „Wenn man sieht, was wir uns dadurch in Schlegldorf sparen, amortisiert sich das schon fast“, sagte er. Er sei da ganz auf der Seite von Anton Leeb. „Wir brauchen das für unsere Feuerwehren.“ Auch für FWG-Fraktionschef Günter Haubner war das „eine klare Sache“. Lenggries sei eine große Gemeinde mit vielen Viertelsfeuerwehren. Das sei eine Anschaffung, „die sich amortisiert“.

Ganz allein stemmen muss die Gemeinde die Investition übrigens auch nicht. Nach derzeitigem Stand gäbe es einen Zuschuss von knapp 20 000 Euro.  

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