Blumenpflücken erlaubt: Derzeit gleicht das Gelände an der ehemaligen Lenggrieser Kaserne mehr einer Blumenwiese als einem Sportplatz. Im Hintergrund die Stab-Hochsprung-Anlage. Foto: esc

Gemeinde sagt Nein zu Pachtvertrag

Lenggries - Einen Dämpfer gab es jetzt für den Turnverein Lenggries, der die Sportanlagen an der ehemaligen Prinz-Heinrich-Kaserne gerne nutzen möchte.

Einen Dämpfer muss der Turnverein Lenggries in Sachen Sportanlagen an der ehemaligen Prinz-Heinrich-Kaserne hinnehmen. Der Gemeinderat konnte sich nicht erwärmen für den Antrag des Turnvereins, das Gelände für 25 Jahre zu pachten. „So ein Vertrag wäre notwendig gewesen, um vom Bayerischen Landessportverband (BLSV) Fördergelder zur Sanierung der Anlagen zu erhalten“, erklärte Vorsitzender Siegfried Brandhofer nach der nichtöffentlichen Sitzung. Einen ähnlichen Pachtvertrag war die Gemeinde vor Jahren mit dem Fußballverein Lenggrieser SC eingegangen, als es um Fördergelder für den Bau des Kunstrasenplatzes gegangen war.

„Irgendwo geht uns das alles zu schnell“, sagte Bürgermeister Werner Weindl auf Nachfrage. „Der Gemeinderat ist der Auffassung, so lange wir nicht wissen, wie es mit der ehemaligen Kaserne weitergeht, werden wir keine Verträge und keine langfristige Bindung eingehen.“ Dennoch bestätigte er, dass demnächst die Beach-Volleyball-Anlage erweitert und hergerichtet und auch die Tartanbahn wieder instandgesetzt werden soll. Allerdings will man laut Weindl für die Außenanlagen ein Gesamtkonzept erstellen, „um etwas Vernünftiges zu machen. Da könnte ich mir auch den Bau von Umkleiden und sanitären Anlagen vorstellen. Aber zuerst müssen wir erst einmal einen Überblick gewinnen.“ Außerdem gebe es im Gemeindegebiet auch andere Sportler über den Turnverein hinaus, die Interesse an der Nutzung der Anlagen gezeigt hätten.

Auch Brandhofer bestätigte, dass sich die Situation für den TV erheblich gebessert habe, seit das Areal in den Besitz der Gemeinde übergegangen ist: „Zu Zeiten von Camp Woodward waren wir dort nur geduldet, jetzt haben alle Übungsleiter einen Schlüssel und können durch die Kaserne zu den Sportanlagen gelangen.“ Dennoch beklagt er die manchmal problematische Prozedur mit dem Schlüssel. Deshalb wäre ein eigener Zugang entlang der nördlichen Kaserneneinfriedung absolut wünschenswert: „Der Verein würde dazu auch Arbeitsleistung zur Verfügung stellen und Geld in die Hand nehmen, um einen separaten Weg zu schaffen.“ Ein Vorschlag, der dem Bürgermeister durchaus gefallen würde, der sagte: „Wenn der Turnverein glaubt, dass er einen Weg braucht, dann muss er halt einen bauen.“

Ewald Scheitterer

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