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Private Geldgeber und die Gemeinde sollen in einen gemeinsamen Projektfonds einzahlen. Aus ihm könnten Dinge wie Sitzbänke oder Radlständer bezahlt werden.

Gemeinderat

Gemeinsam für Lenggries

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PPP – das steht für Public-Privat-Partnership. Auf Deutsch heißt das, dass private Geldgeber und öffentliche Hand gemeinsame Sache machen. Das ist nun in Lenggries geplant, um das Dorf attraktiv zu halten.

Lenggries – Seit Jahrzehnten profitiert die Gemeinde von der Städtebauförderung. Zuschüsse flossen beispielsweise in den Umbau der alten Sparkasse zur Gäste-Info, die Bücherei und in die Gestaltung von Plätzen. Um auch weiterhin in den Genuss der öffentlichen Gelder zu kommen, brauchte Lenggries eine Vision, wie sich die Gemeinde in den kommenden Jahren entwickeln soll. Festgeschrieben wurde dies in einem monatelangen Prozesse im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept, kurz: ISEK. Ein Vorschlag daraus ist die Etablierung eines Projektfonds. In diesen Topf zahlen Geschäftstreibende, Institutionen oder auch Privatpersonen ein, die Gemeinde legt dann noch einmal die gleiche Summe drauf – und bekommt davon 60 Prozent aus der Städtebauförderung zurück. Finanziert werden könnte aus diesem Topf alles, „was den Einkaufsort Lenggries weiterentwickelt und attraktiv hält“, sagte Bürgermeister Werner Weindl im Gemeinderat. Als konkrete Beispiele wurden Beleuchtung, Fahrradständer, ein Brunnen, die Gestaltung der Ortseingänge oder auch Sitzbänke genannt. Die Bezuschussung von Veranstaltungen sollte dagegen eher die Ausnahme sein.

Der Wirtschaftsbeirat empfiehlt die Einführung des Fonds. Die Lenggrieser Werbegemeinschaft hat bereits die Einzahlung von 7000 Euro zugesichert. „Ich finde, das ist keine schlechte Sache“, befand der Rathauschef. Da er aber auch schon gefragt worden sei, was passiere, wenn jemand eine Million Euro in den Fonds einzahle, machte er klar: „Die Gemeinde kann ihren Anteil auch deckeln.“ Er rechne aber eher nicht mit diesen Summen, fügte er lächelnd hinzu.

CSU-Fraktionschef Bernhard Simon fand es ebenfalls gut, gemeinsame Sache zu machen. „Das regt Geschäftsleute oder auch Vereine an, Eigeninitiative zu ergreifen“, befand er. Und es könne so gelingen, viele kleine Sachen zu verwirklichen.

Was gefördert werden soll und nach welchen Richtlinien – mit diesen Fragen soll sich die Lenkungsgruppe befassen, die in einem nächsten Schritt gegründet werden muss. Die zehn bis zwölf Mitglieder kommen aus dem Gemeinderat, der Verwaltung und den Reihen der privaten Geldgeber. „Es ist wichtig, dass wir das schlank halten, um nicht weiteren Bürokratismus aufzubauen“, forderte Josef Wasensteiner (CSU). Es wurde beschlossen, die Gründung des Fonds weiter zu verfolgen.

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