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Aus allen Lenggrieser Ortsteilen sind Interessierte zur Orts-Ideenwerkstatt eingeladen, die Sabine Gerg und Sabine Mederle initiieren. 

Ortswerkstatt

Gemeinsam Ideen für die Lenggrieser Zukunft entwickeln: Zwei Frauen gründen „Zammtisch“

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Wer sich für die Zukunft von Lenggries interessiert, das Dorf noch lebens- und liebenswerter machen möchte, sollte sich den 2. Juli vormerken. An diesem Tag trifft sich zum ersten Mal der „Zammtisch“.

Lenggries – Sabine Gerg (46) und Sabine Mederle (39) stecken hinter der Idee. Die beiden Lenggrieserinnen hatten schon im Vorfeld der Bürgerversammlung im März Bewohner der Ortsmitte und Ladeninhaber eingeladen, um über die künftige Entwicklung des Dorfs zu sprechen. Fragen und Anliegen aus dem Gespräch brachten sie dannin der Versammlung vor. Unter anderem ging es dabei um die Themen Schulwegsicherheit und Verkehrsberuhigung im Dorf, aber auch um die Frage, ob es ein Ladensterben im Ortskern gibt und wie dem begegnet werden kann. Vor wenigen Tagen gab es zu den einzelnen Punkten auch noch einmal ein Treffen mit Bürgermeister Werner Weindl im Rathaus.

Nun wollen die beiden einen regelmäßigen Austausch initiieren. Es gebe bestimmt mehr Menschen im Dorf, die sich dafür interessieren, wie sich die Gemeinde entwickelt und die sich in die Gestaltung einbringen wollen, sind die beiden überzeugt. „Zammtisch“ nennen sie die einmal im Monat geplanten Zusammenkünfte, die sie als Orts-Ideenwerkstatt verstehen. Dabei ist der Name schon Programm. „Wir wollen gemeinsam etwas erreichen – auch gemeinsam mit der Gemeinde, nicht gegeneinander“, betonen sie. Sie selbst seien dabei lediglich die Initiatorinnen. „Wir wollen uns hier nicht profilieren, sondern nur den Anstoß geben“, betont Gerg.

Der „Zammtisch“ soll „feste Institution im Dorf werden“

Ihre Einladung zum „Zammtisch“ richtet sich an alle Bürger aus dem Gemeindegebiet. „Es wäre schön, wenn auch Leute aus Wegscheid oder Schlegldorf kommen würden“, sagt die 46-Jährige, die im Sommer als Isarrangerin und im Winter als Sozialpädagogin arbeitet. Idealerweise bilden sich aus dem „Zammtisch“ verschiedene Gruppe heraus, die sich mit unterschiedlichen Themen wie Verkehr, Soziales oder Umwelt befassen. Dann wiederum sollen die Ideen in den Gemeinderat getragen werden, der die Projekte auf ihre Umsetzbarkeit prüft.

Der „Zammtisch“ soll möglichst zu einer „festen Institution im Dorf werden“, hoffen die beiden Lenggrieserinnen. Dass der Weg am Anfang steinig sein könnte und es Durststrecken zu überwinden geben wird, ist Mederle und Gerg klar. „Aber wir hoffen, dass es irgendwann zum Selbstläufer wird“, sagte die 46-jährige Mutter von zwei Kindern. Es soll ein „Angebot von Bürgern für Bürger sein“ und den Kommunalpolitikern zeigen, dass viele Lenggrieser Interesse haben, sich an der Ortsentwicklung zu beteiligen, ergänzt Mederle, die ebenfalls zwei Kinder hat. Die Gemeinde habe man über das Vorhaben informiert und sei dabei bei Weindl auf Wohlwollen gestoßen, sagen beide.

Auch Gemeinderäte sind beim „Zammtisch“ willkommen. Den Initiatorinnen ist aber wichtig, dass die Ideenwerkstatt überparteilich ist.

Der Termin für den „Zammtisch“

Der erste „Zammtisch“ findet am Dienstag, 2. Juli, um 19 Uhr im Gasthof Altwirt statt. Wer an diesem Termin keine Zeit hat, kann sich jederzeit per E-Mail an die Initiatorinnen wenden via zammtisch@gmx.de

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