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Im Lenggrieser Rathaus steht ein großer personeller Wechsel an.

Neue Herausforderungen

Großer Wechsel im Lenggrieser Rathaus: Drei wichtige Posten werden neu besetzt

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    Ludwig Hutter
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Ein großer personeller Umbruch steht im  Rathaus in Lenggries bevor. Gleich drei wichtige Posten müssen neu besetzt werden. Nur für einen gibt es schon einen Nachfolger

Lenggries – Seit 21 Jahren arbeitet Anton Bammer bei der Lenggrieser Gemeindeverwaltung. Fast genauso lang ist er bereits Leiter des Bauamts. Zum Jahreswechsel verlässt er das Lenggrieser Rathaus. „Weil’s Zeit wird“, antwortete er auf die Frage nach dem Warum und lacht. Die Entscheidung sei lange gereift und ihm nicht leicht gefallen. Aber er wolle „einfach noch einmal was anderes machen“, sagt er. Außerdem sei es auch für jede Stelle gut, „wenn es ab und zu mal einen Wechsel gibt“.

51 wird Bammer heuer. Zeit für eine neue Herausforderung, findet der Lenggrieser. Gefunden hat er sie in Bad Wiessee. Dort geht der aktuelle Bauamtsleiter Helmut Köckeis in Ruhestand. „Von der Entfernung her ist das noch gut zu fahren und Bad Wiessee ist eine interessante Seegemeinde.“ Zwar sei die Kommune von der Einwohnerzahl nur halb so groß wie Lenggries, biete aber viele interessante Betätigungsfelder. „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe“, sagt Bammer.

Seine Stelle in Lenggries ist bereits ausgeschrieben. „Am Freitag war Bewerbungsschluss. Jetzt müssen wir mal schauen“, sagt er.

Anton Bammer.

Wer die Nachfolge von Geschäftsleitender Beamtin Heidi Kiefersauer antritt, ist schon klar: Tobias Riesch wechselt aus der Gemeindeverwaltung Bad Kohlgrub (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) ans Brauneck. Drei Jahre war der Tölzer dort als Geschäftsleitender Beamter tätig, zuvor hatte er in Otterfing (Landkreis Miesbach) in derselben Position gearbeitet. Der Wechsel nach Lenggries erfolge „aus persönlichen Gründen“, sagt der 42-Jährige. „Dass ich aufhöre, hat absolut nichts mit dem Gemeinderat oder dem Bürgermeister zu tun, wir hatten ein sehr gutes Verhältnis und auch ein gutes Betriebsklima in der Verwaltung.“ Eine gewisse Rolle spiele natürlich die Fahrerei. Täglich von Bad Tölz nach Bad Kohlgrub und zurück, da kann einfach schon mal eine Stunde zusammen kommen. Ab dem 1. Oktober hat es Riesch in dieser Hinsicht deutlich entspannter.

Im Rathaus in Lenggries wird auch der Chefposten frei

Während Bammer seinen Nachfolger vermutlich noch einige Wochen einarbeiten kann, wird es bei Riesch und Kiefersauer keine Überschneidung geben. Die 34-Jährige, die im September Mama wird, hat Ende Juli ihren vorerst letzten Arbeitstag im Rathaus. Es sei aber schon vereinbart, dass ihr Nachfolger „im Juli mal vorbeikommt“, sagt Kiefersauer.

Heidi Kiefersauer

Seit 2005 arbeitet sie im Rathaus, viele Jahre als Sachgebietsleiterin im Sozialamt. 2012 trat sie die Nachfolge von Geschäftsleiter Anton Mayer an. „Ich habe das wirklich sehr gerne gemacht“, sagt die 34-Jährige. Momentan plant sie eine zweijährige Elternzeit. Dann möchte sie in Teilzeit wieder in der Gemeindeverwaltung anfangen – nicht auf dem Posten des Geschäftsleitenden Beamten. „Das ist in Teilzeit nicht möglich.“

Im kommenden Jahr steht dann noch ein weiterer einschneidender Wechsel im Lenggrieser Rathaus an. Bürgermeister Werner Weindl (CSU) wird nach 24 Jahren im Amt nicht mehr bei der Kommunalwahl antreten. Wer sich um seine Nachfolge bewirbt, ist derzeit noch unklar.

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Der neue Bauamtsleiter wird auch in den kommenden Jahren viel zu haben. Diverse Großprojekte sind mitten in der Umsetzung. Beispielsweise die Sanierung des ehemaligen Hotels Post: Einblick in die Lenggrieser Großbaustelle. Errichtet wird derzeit auch das neue Nahwärmenetz: Im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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