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Schutz von allen Seiten: In der eckigen Rohrleitung (re.) sammelt sich künftig das Oberflächenwasser aus den Wiesen. An diesem Punkt wird es in die runde Hochwasserentlastung des Lahnerbachs eingeleitet.

Hochwasserschutz

Gute Fortschritte am Lahnerbach

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Die Arbeiten zur Hochwasserentlastung am Lenggrieser Lahnerbach schreiten voran. Bis zu den Sommerferien könnte die Baustelle im Straßenbereich erledigt sein.

Lenggries – Zügig vorangehen die Arbeiten für die Hochwasserentlastung am Lahnerbach. „Es läuft gut“, sagt Karl Ertl vom Technischen Bauamt Lenggries. Schon im vergangenen Jahr war mehr als ursprünglich geplant geschafft worden. Vom Einlaufbauwerk an der Isar bis zur alten Talstation hatte die Firma Willibald die großdimensionierte Rohrleitung verlegt. Durch sie soll künftig im Hochwasserfall das überschüssige Wasser aus dem Lahnerbach abgeleitet und so die angrenzenden Häuser vor Überflutungen geschützt werden.

Heuer steht nun der Weiterbau der unterirdischen Rohrleitung bis zum Geschiebefang im Bereich der neuen Talstation auf dem Programm. Seit Anfang April laufen die Bauarbeiten wieder. Wer einen Blick in die ständig wandernde Baugrube wirft, kann ein interessantes Detail sehen. Errichtet wird derzeit nämlich das y-förmiges Vereinigungsbauwerk. „Das ist der Bereich, wo das Wasser, das sich in der Wiese sammelt, in die Entlastungsleitung eingeleitet wird“, sagt Ertl. So wird künftig verhindert, dass es zu Überflutungen der Häuser durch Oberflächenwasser kommt.

Dann geht es weiter Richtung Bergbahn-Parkplätzen. Läuft alles glatt, könnten die Bauarbeiten bis zu den Sommerferien im Straßenbereich erledigt sein. Die komplette Rohrleitung bis zum Geschiebefang soll bis Jahresende verlegt sein.

Im Zuge der Wiederherstellung der Fahrbahn im kommenden Jahr soll dann auch ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen. Nach den erfolgreichen Grundstücksverhandlungen baut die Gemeinde einen Gehweg von der alten Talstation bis zu den Parkflächen. Auch eine Beleuchtung wird’s geben: Den Beschluss hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung gefasst.

Ob ein zweiter Wunsch der Gemeinde auch in Erfüllung gehen wird, muss sich in den kommenden Wochen zeigen. Wie berichtet, möchte die Kommune die Einmündung der Bergbahn- in die Wegscheider Straße durch einen Kreisverkehr ersetzen. Das soll der Rückstau an schönen Tagen in Richtung Bergbahn reduzieren. Allerdings genehmigt das Staatliche Bauamt Weilheim den Kreisel mit einem Durchmesser von 26 Metern nur, wenn die Gemeinde durch ein Verkehrsgutachten belegen kann, dass der Kreisverkehr wirklich den gewünschten Effekt bringt. Beschlossen wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung, das Gutachten in Auftrag zu geben. „Das muss jetzt über den Sommer oder spätestens Herbst erledigt werden“, sagt Ertl. Über den Winter könnten dann die Arbeiten für den Kreisel ausgeschrieben werden – sofern das Gutachten das gewünschte Ergebnis liefert.

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