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Die Zwerge demonstrieren, weil sie auf ei ne Wiedereinstellung hoffen.

Theater am Gymnasium Hohenburg

Zwergerl-Aufstand lässt Vorführung platzen

Erfolg für die Schülerinnen des Wahlfachs Theater am Gymnasium Hohenburg. Für viel Szenenapplaus sorgte ihr Stück „Märchen 2.0“.

Lenggries Mit dem Stück „Märchen 2.0“ von Christine Hoyer haben die Schülerinnen des Wahlfachs Theater am Erzbischöflichen St.-Ursula-Gymnasium in Hohenburg einen vollen Erfolg erzielt. Die kurz vor den Ferien gezeigte Inszenierung erhielt viel Applaus. Zum Stück: Die Märchenreich AG ist in Schwierigkeiten und muss das Geschäft wieder zum Laufen bringen. Die Geschäftsführerin (Nele Elsner) und ihre Mitarbeiterin Frau Meier (Pauline Thiel) hoffen auf die Unterstützung eines Betriebsberaters (Hannah Feindseis). Der Berater hat ein Konzept, das Abhilfe schaffen soll. Zunächst lässt er alle Rollen von möglichst wenig Personen besetzen. Nach dem Motto „eine für alle“ wird ein Model (Layla Rack) eingestellt. Sie soll alle jungen Frauenrollen übernehmen. Das gleiche Prinzip gilt für den Müller, der nun auch der Jäger und der König sein muss, oder die Königin, die als Hexe agiert.

Gerade diese Personalveränderungen schaffen viele Missverständnisse und Verwirrung. Weitere Sparmaßnahmen sind das Reduzieren der sieben Zwerge auf nurmehr einen, und die Lebkuchen am Hexenhaus werden durch Brotbrösel ersetzt. Schließlich soll mit einem Film Werbung gemacht werden. Also rückt ein Filmteam an und inszeniert die Märchenfiguren mal spannend, mal rappend oder mit viel Sex-Appeal. Zur Aktionärsversammlung verspricht sich der Berater den finalen Durchbruch, indem er ein Märchen aus allen zusammenbastelt, das Ganze noch mit Superman und einer bösen Fee garniert und los geht’s. Leider hat er nicht mit den demonstrierenden Zwergen gerechnet, und der Filmregisseur lässt schließlich die Vorführung platzen. Doch wie immer siegt auch hier das Gute, denn Frau Meier entlässt eigenmächtig den Geschäftsführer und stellt die Zwerge wieder ein.

Nach Überzeugung der Zuschauer ist ein lustiges Stück unter der Regie von Christine Hoyer und Anja Budich entstanden, das bei der Aufführung mit viel Szenenapplaus bedacht wurde. Die Schauspielerinnen zeigten eine souveräne Leistung und verstanden es, ihre Rollen lebendig werden zu lassen. Musikalisch unterstützt wurde die Gruppe von Patricia Auer (Klarinette), Martha Wenisch (Querflöte) und Sarah Buchmann (Geige). (tk)

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