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Die Lenggrieser „Isarwelle“ muss saniert werden. 

Marodes Hallenbad

„Isarwelle“: Sanierung kostet 2 Millionen

Die Gemeinde Lenggries will die „Isarwelle“ auf Vordermann bringen. Dafür muss sie tief in die Tasche greifen. Die Mängelbeseitigung an dem in die Jahre gekommenen Hallenbad mit Außenbereich wird auf zwei Millionen Euro geschätzt. Weitere 500 000 Euro sollen die Attraktivität steigern.

Die Zukunft des 1991 erweiterten kommunalen Bads stand im Mittelpunkt des Berichts von Bürgermeister Werner Weindl in der Hauptversammlung der örtlichen Wasserwacht (siehe unten stehender Bericht). Demnach hat die Gemeinde ein Sanierungskonzept in Auftrag gegeben. Der Gemeinderat werde sich demnächst damit befassen, wie man das Bad ohne große Störung des Betriebs sanieren könne und wie das zu finanzieren sei.

„Die Wasserwacht kann natürlich auch weiterhin kostenlos ins Bad und in die Räume der Mittelschule“, sicherte Weindl zu. Schließlich sei die Schwimmausbildung der Kinder überaus wichtig. Der Bürgermeister sicherte den Wasserwachtlern auch künftig die Unterstützung der Gemeinde zu – allerdings „nicht unbedingt mit Geld“, fügte er angesichts der bevorstehenden gemeindlichen Aufgaben mit einem Augenzwinkern hinzu.

Angesichts der heuer geplanten Investitionen werde man frühestens im Haushalt 2018 mit einer Sanierung beginnen können. Dies sei nach den ersten Untersuchungen dringend erforderlich. Insbesondere müsse die Bodenplatte im Außenbereich erneuert werden. Laut Weindl haben Bohrungen ergeben, dass in Zwischenschichten Wasser eindringe. Jetzt zeige sich, „dass es damals bei der Bauausführung pressiert hat“. Das Bad musste zum Jahresende 1991 in Betrieb gehen, weil sonst Zuschüsse nicht ausbezahlt worden wären.

Die Gemeinde will das Bad „in jedem Fall erhalten“, sagte Weindl auf Nachfrage. Denn die „Isarwelle“ erfreue sich wachsender Beliebtheit. Im vergangenen Jahr wurden fast 60 000 Besucher gezählt; in den Vorjahren waren es noch rund 55 000. An der steigenden Zahl ist nach Einschätzung des Bürgermeisters die neue „Gästekarte plus“ schuld. Urlauber können damit beliebig oft das Bad besuchen. Dieses Angebot werde gerne angenommen.

Um das Bad noch attraktiver zu machen, soll es eines Tages barrierefrei zu erreichen sein. „Wir wollen in einen Lichtschacht neben dem Eingang einen Aufzug einbauen“, so Weindl. Und vielleicht sei – zumindest für den Anfang – auch „eine kleine Sauna denkbar“.

Alois Ostler und Karl Bock

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