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Der Jahrgang 2016: Am Freitag wurden die 95 Mädchen feierlich verabschiedet

Abschlussfeier

Hexit

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Lenggries - 95 Mädchen der St. Ursula Realschule feierten am Freitag ihren Hexit, also den Abschied von Schloss Hohenburg, wo sie erfolgreich ihren Schulabschluss gemacht haben.

Nach dem „Brexit“ nun also der „Hexit“: 95 Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Ursula in Lenggries feierten am Freitag ihren erfolgreichen Schulabschluss. In Anlehnung an den Austritt der Briten aus der EU sprach Vize-Rektorin Barbara Fischer vom „Hohenburg Exit“ (Hexit) – also dem Abschied vom Schloss – und erntete dafür viele Lacher. 

Anders als die Briten erwarte die Absolventinnen aber keine ungewisse Zukunft, zumindest beruflich gesehen. Alle Festredner betonten mit Bürgermeister Werner Weindl, dass die Mädchen mit ihrem Realschulabschluss beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten. 

„Nimm eine aus Hohenburg, da kann man nichts falsch machen.“ 

Elternbeirats-Vorsitzender Andreas Krahe lieferte in seiner Ansprache auch gleich den Beweis für diese These: Vor Kurzem hatte Krahe in der Bayerischen Oberlandbahn nämlich ein Gespräch zwischen zwei Unternehmern mitangehört. Als einer der beiden Männer sagte, dass er auf der Suche nach guten Azubis sei, habe der andere geantwortet: „Nimm eine aus Hohenburg, da kann man nichts falsch machen.“ 

Dieser Vertrauens-Vorschuss sei nicht nur auf die gute Bildung zurückzuführen, für die die Hohenburg-Absolventinnen bekannt seien. Es seien vor allem auch Werte wie Verlässlichkeit und Aufrichtigkeit, die die Mädchen zu begehrten Lehrlingen machten, die es nicht nötig hätten, mit einer Maske durchs Leben zu gehen. 

Krahe spielte damit auf die Rede von Wilhelm Kürzeder an. Der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Oberbayern hatte einen ganz anderen Redeansatz gewählt und stellte – von Patricia Pichler an der Harfe begleitet – meditative Überlegungen zum Thema „Geständnisse eines Maskierten“ an. 

Bodenständiger ging es da in der Ansprache von Elena Schmidt zu. Auf gut Bairisch erinnerte die Absolventin an den guten Geist von Hohenburg, den sie und ihre Mitschüler schon an ihrem ersten Tag auf der Schule gespürt hätten. Getragen würde er nicht nur von den Lehrern, sondern vom gesamten Hauspersonal, ohne das der Schulbetrieb nicht so reibungslos funktionieren würde. 

Für Freude unter den Schülerinnen sorgte am Freitag nicht nur der bestandene Schulabschluss, sondern auch die Anwesenheit von Heinz Gascha. Der ehemalige Realschulleiter hatte sein Versprechen wahr gemacht und war zu der Feier gekommen, was die Mädchen mit viel Applaus honorierten.

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