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Mit Spielwitz bei der Sache (v. li.): Regina Demmel, Franziska Gerg und Hans Heiß in einer Szene des heiteren Dreiakters „Grattler & Sohn oder Mit Vollgas ins Glück“ auf der Alpenfestsaal-Bühne.  

Theater im Alpenfestsaal

„Hirschbachtaler“ lassen Alltags-Ärger vergessen

Was kann es für eine Theatergruppe Schöneres geben als ein volles Haus beziehungsweise einen vollen Saal? Das Ensemble des Trachtenvereins Hirschbachtaler jedenfalls konnte am Samstagabend in bester Spiellaune auf die Bühne gehen, denn der Alpenfestsaal war ausverkauft.

Lenggries – „Das ist in unserer Theater-Tradition das erste Mal, dass die Premierenaufführung so stark besucht war“, meinte dazu Vereinsvorsitzender und Ensemble-Mitglied Georg Kemser. Häufig würde bei der letzten der meistens insgesamt vier Aufführungen der Wunsch laut, für viele noch nicht Dagewesene und Verhinderte doch einen weiteren Spieltermin anzubieten. „Dass diesmal gleich zu Beginn unserer Spielserie das Interesse schon so groß ist, darüber freuen wir uns besonders.“

Eine vergnügliche Geschichte mit Witz, Missverständnissen, unbedarft verschlungenen Irrwegen und sicherem Happy-End lässt manchen Alltags-Ärger für ein paar Stunden vergessen – diesem Zweck entspricht auch die Komödie „Grattler & Sohn oder Mit Vollgas ins Glück“ aus der Feder von Ulla Kling. Und an ausdrucksstarken Mimen, die ihre Rollen unter der Regie von Anni Urban in unterschiedlichsten Charakterzügen ausleben, mangelt es den „Hirschbachtalern“ durchaus nicht. Die Bezeichnung „Grattler“ hat in diesem speziellen Fall absolut nichts mit einer schäbigen unehrenhaften Person zu tun. Nein, in besagtem Dreiakter handelt es sich dabei vielmehr um einen ganz normalen, vielleicht etwas ungünstig klingenden Familien- und Firmennamen. „Grattler & Sohn“ heißen nämlich der inzwischen in den „Unruhestand“ eingetretene arbeitsame Seniorchef (Stefan Kerwien) und der schnöselige, Maßanzug-liebende Juniorchef (Hans Heiß) einer Auto-Werkstätte. Zum Werkstatt-Team gehören außerdem die altgediente Sekretärin Klara Döderlein (Franziska Gerg) und der forsche Geselle Kurt (Lorenz Kellner). Mit den Kunden (dargestellt von Rosa Filgertshofer, Stefan Funk, Schorsch Kemser, Maria Demmel und Florian Kellner) und deren teils schon etwas seltsamen Wünschen und Macken ist für Abwechslung gesorgt. Aber nicht zuletzt auch durch Seniorchef Erich, der doch tatsächlich auf Maßregelung seines Sohnes „zu leben“ beginnt und eine reizende Bekanntschaft (Regina Demmel) macht.

Den Spaß, den die Besucher der gelungenen ersten beiden Vorstellungen hatten, ließen die Theaterer bereits am Samstagnachmittag den Bewohnern des örtlichen Alters- und Pflegeheims sowie der Lebenshilfe zuteil werden: Die waren auch heuer überaus zahlreich zu Gast bei der Generalprobe und wurden vom Verein zudem mit Kaffee und Kuchen bewirtet – ein Termin, der den Hirschbachtalern alle Jahre ein Herzensanliegen ist.

Weitere Aufführungen des Dreiakters gibt es noch am Freitag, 20. April, und am Samstag, 21. April. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr.  Rosi Bauer

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