Tobias Raphelt gab Utulka Mesaros das Ja-Wort. Getraut wurden sie von Zweitem Bürgermeister Franz Schöttl.
+
Tobias Raphelt gab Utulka Mesaros das Ja-Wort. Getraut wurden sie von Zweitem Bürgermeister Franz Schöttl.

SPD-Ortschef heiratet

Hochzeits-Premiere im neuen Lenggrieser Saal

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    VonVeronika Ahn-Tauchnitz
    schließen

Zum ersten Mal wurde am Freitag im neuen Mehrzwecksaal im ehemaligen „Posthotel“ geheiratet. Und der Bräutigam ist kein Unbekannter: SPD-Ortschef Tobias Raphelt gab Utulka Mesaros das Ja-Wort. Ansonsten muss sich der Saal als Trauungsort aber noch herumsprechen.

Lenggries – Die Ehre der Premiere hatte Zweiter Bürgermeister Franz Schöttl. Er durfte am Freitag die erste Trauung im neuen Mehrzwecksaal vollziehen. Mit dabei war aber auch Rathauschef Stefan Klaffenbacher, der sich zurzeit einige Zeremonien anschaut, bevor er demnächst selbst trauen wird.

Das Paar kennt sich seit etwa zwei Jahren

Dass ausgerechnet SPD-Ortschef, Gemeinderat und Fraktionschef Tobias Raphelt als erster im neuen Saal heiratete, „hat sich so ergeben. Es war wirklich Zufall“, sagt der Bräutigam. Er habe aber von Anfang an im neuen Saal im früheren Posthotel heiraten wollen. „Den alten Sitzungssaal im Rathaus fand ich schon immer etwas dunkel.“

Kennengelernt haben sich der 48-Jährige und seine 37-jähriger Braut Utulka Mesaros vor etwa zwei Jahren. Sie bediente damals in der „Alten Mulistation“, Raphelt war dort Gast am Stammtisch. „Dann hat es ein bisschen gedauert“, verrät Raphelt schmunzelnd. Kurz nach der ersten Bürgermeisterwahl im März 2020 – Raphelt trat für die SPD als Bewerber an – zog das Paar dann zusammen. „Im zweiten Wahlkampf war sie schon voll mit dabei und hat mich sehr unterstützt“, sagt Raphelt, der sich im September nach dem plötzlichen Tod von Amtsinhaber Markus Landthaler erneut zur Wahl stellte, dabei aber Stefan Klaffenbacher unterlag.

Für eine richtige Hochzeitsreise fehlt die Zeit

In den vergangenen Wochen waren für das Paar noch einige Behördengänge notwendig. Die 37-Jährige ist gebürtige Tschechin, lebt aber schon länger in Deutschland. „Durch Corona war es aber nicht ganz so einfach, alles unter Dach und Fach zu bekommen“, sagte Raphelt am Vortag der Trauung, an dem er „aufgeregt, aber nicht nervös war“. Geheiratet wurde dann ganz klassisch – sie in Weiß, er im dunklen Anzug, mit Ringtausch, Trauzeugen und rund 30 Gästen. Danach gab es ein Essen mit der Familie, abends wurde mit Freunden in „Evis Eckerl“ gefeiert. Eine richtige Hochzeitsreise wird es nicht geben. „Bei uns beiden stehen zum 1. Oktober berufliche Veränderungen an. Das wäre ein bisschen knapp“, sagt Raphelt.

Noch ist der neue Raum für Hochzeiten kaum gebucht

Dass man seit Kurzem im Mehrzwecksaal heiraten kann – die Widmung erfolgte im Juni –, hat sich noch nicht so richtig herumgesprochen. Die Trauung am Freitag sei erst einmal die einzige, die dort stattfinde, sagt Tobias Riesch, Geschäftsleitender Beamter im Rathaus. Möglich sind dort größere Hochzeiten, die im alten Sitzungssaal keinen Platz haben. Bestuhlt werden kann der neue Saal nämlich für knapp 200 Besucher.

Da dafür allerdings immer einiges an Umbauarbeiten notwendig ist, weil die Sitzungstische des Gemeinderats entfernt werden müssen, erhebt die Kommune eine Gebühr. 150 Euro werden für eine Trauung in der alten „Post“ fällig. Das ist nicht ungewöhnlich, wie Riesch in der Juni-Sitzung des Gemeinderats erläutert hatte. Wer beispielsweise im Historischen Sitzungssaal in Bad Tölz heiraten will, muss 175 Euro bezahlen, im Tölzer Planetarium werden 300 Euro fällig. Trauungen im Lenggrieser Rathaus sind weiterhin kostenfrei. Generell, sagt Riesch, „wird derzeit in Lenggries sehr viel geheiratet. Bei uns stehen einige Trauungen an“.

Bad-Tölz-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Bad-Tölz-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Bad Tölz – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare