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Dicht umlagert waren die über 30 Stände bei der Ausbildungsmesse. 

Hohenburger Realschule

Ausbildungsmesse: Kleiner, aber zielgerichteter

Lenggries – Die Ausbildungsmesse in der Hohenburger Mädchenrealschule habe sich zu einem „echten Highlight im Schuljahr“ entwickelt. Mit diesem Lob eröffnete Bürgermeister Werner Weindl am Mittwochvormittag die elfte Auflage in der Turnhalle.

Im zweiten Jahrzehnt ihres Bestehens musste sich die Ausbildungsmesse einer Frischzellenkur unterwerfen. Das Aussteller-Angebot wurde komprimiert, eher auf lokal agierende Arbeitgeber begrenzt, damit aber auch zielgerichteter auf die potenziellen Bewerberinnen ausgerichtet. „Die Schülerinnen stehen bei uns im Mittelpunkt“, bestätigt Andreas Köppl, der in diesem Jahr zum ersten Mal die Organisation der Messe übernommen hatte. Trotz der Verkleinerung wartete diese mit vielfältigen Angeboten auf: An über 30 Ständen konnten sich die Schülerinnen über die vielseitigen Möglichkeiten verschiedener Ausbildungsberufe informieren. Das Angebot reichte dabei von lokalen Betrieben wie der Parfümerie Wiedemann über weiterbildende Fachschulen bis hin zu international bekannten Großkonzernen wie Aldi Süd. Auch die großen Arbeitgeber der Region wie Roche fehlten heuer nicht.

Thematisch zeigte sich die Messe ebenfalls breit aufgestellt – auch wenn ein großer Teil der teilnehmenden Arbeitgeber aus Berufszweigen stammt, deren Ausbildungsberufe allgemein als „typisch weiblich“ wahrgenommen werden. So waren etwa der Sozialservice des BRK oder die BFS Altenpflege Miesbach mit dabei. Kfz-Innung und ADAC sorgten aber für das nicht ganz so typische Kontrastprogramm. Das entspricht ganz den Vorstellungen von Dr. Nicole Cujai, Chefin der Agentur für Arbeit in Rosenheim, die auch für den Landkreis zuständig ist. Es sei „schade, dass Frauen oft die immer gleichen Berufe wählen“, sagte sie. Bei der Ausbildungssuche sollte man sich ihrer Meinung nach flexibel zeigen und nicht glauben, eine Fachlehre sei eine Sackgasse: „Auch Angela Merkel war Physikerin und ist jetzt Bundeskanzlerin.“ Die Agentur für Arbeit sowie die IHK und die Ausbildungsoffensive Bayern rundeten das Angebot ab und informierten zusätzlich über die vielseitige Welt des Azubi-Lebens.

Das weitere Bestehen der Hohenburger Ausbildungsmesse macht Organisator Köppl auch von der Akzeptanz der Aussteller gegenüber dem neuen Konzept abhängig. Sei diese vorhanden, stehe einer zwölften Auflage der Messe im kommenden Jahr nichts im Wege. Markus Henseler

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