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Nächtlicher Skibetrieb: So wie in Flachau könnte eines Tages auch der Lenggrieser Weltcup-Hang beleuchtet sein.

Skiclub Lenggries

Hürdenlauf zum hellen Weltcup-Hang

Lenggries - Die ersten Hürden auf dem Weg zum Flutlicht am Weltcup-Hang hat der Skiclub Lenggries genommen. Doch einige kaum weniger hohe Hürden stehen noch bevor. Kopfzerbrechen bereitet dem Verein vor allem die Finanzierung des 260 000 Euro-Projekts.

Von der Mittel- bis zur Talstation des Zielhang-Sessellifts sollen 16 Masten mit einer Höhe von 18 Metern errichtet werden. Durch die Baumaßnahme möchte der Skiclub während der kurzen Wintertage Trainigszeiten auch am Abend ermöglichen (wir haben berichtet). Das Projekt sei inzwischen genehmigt, berichtete der neu gewählte Skiclub-Vorsitzende Karl Gerg den 106 anwesenden Mitgliedern im Tagungszentrum „Creaktivum“. Alle Probleme im Zusammenhang mit Tierschutz und Landschaftsschutz seien geklärt: „Bergbahn-Geschäftsführer Peter Lorenz hat uns da ein paar wichtige Tipps gegeben“, berichtete Gerg. „Wir könnten von heute auf morgen anfangen.“ Trotzdem prophezeite Gerg: „Der Weg zur Verwirklichung wird steinig.“ Bei der Kostenschätzung von 260 000 Euro sei noch nicht einmal die Arbeitsleistung eingerechnet. Um diesen Betrag in den Griff zu bekommen, müssten viele Gespräche mit Sponsoren geführt werden: „Und das ist schwierig, wenn die Pläne nur auf dem Papier existieren. Wenn die Leute die Anlage sehen würden, wäre es einfacher.“ Eine Werbebroschüre soll das Projekt anschaulicher zu machen.

Aber nicht nur die Finanzierung, auch die Folgekosten müsse man bedenken. Gerg: „Das ist die nächste Herausforderung. Das Betreiben der Anlage macht eine erhebliche personelle Aufstockung nötig.“ In den nächsten Wochen will Gerg „zum Betteln“ gehen, um das nötige Geld aufzutreiben. Das Ziel sind 100 000 Euro an Sponsorengeldern: „Ich hoffe, dass wir das in diesem Jahr hinkriegen.“ Seine Idee: „Die Masten könnten wir an Sponsoren vermieten. Da käme eine enorme Summe rein.“ Demnächst werde sich der Verein an die Gemeinde wenden.

„Es wundert mich nicht, dass der Verein bei uns anklopfen will“, kommentierte Bürgermeister Werner Weindl. „Die Entscheidung liegt beim Gemeinderat, aber wir werden sicher eine Möglichkeit finden, den Skiclub zu unterstützen.“

Patrick Staar

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