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Rund und gemütlich : Paul Wenig in einer von ihm gebauten Fasssauna.

Innovatives Design 

Idee aus Lenggries: In dieser Sauna geht es rund

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Ungewöhnliche Designidee aus Lenggries: Zimmerer Paul Wenig stellt Saunen in Fassoptik her. Und es kommt gut an.

Lenggries– Paul Wenig ist seit 25 Jahren Zimmermann. Klar, dass er sich da für sich selbst eine besondere Sauna wünschte. „Ich wollte was Passendes“, sagt der 41-Jährige. Im Internet stieß er auf Fasssaunen. „Das Runde war optisch einfach das Schönste. Aber es war nichts Hochwertiges dabei.“ Also beschloss er, selbst eine zu machen.

„Es gab natürlich zunächst ein paar Fehlversuche“, sagt er lachend. Aber mit einer extra Fräse und anderen Maschinen, die er sich eigens bauen ließ, klappte es schließlich. „Und es wurde mit jeder Sauna besser.“ Seit zehn Jahren baut er nun diese besondere Art. „Das System funktioniert perfekt.“

Eines der Geheimnisse hinter Paul Wenigs Saunen ist neben der Form auch die Wanddicke. So wird eine geringere Heizleistung benötigt. Die komplette Sauna ist aus Vollholz gefertigt. „Das Holz speichert die Wärme. Auch dadurch wird weniger Energie benötigt.“ Durch die Rundung verteilt sich die Hitze perfekt.

Der Lenggrieser verwendet ausschließlich Holz aus der Region, meistens ist es Fichte. „Inzwischen ist aber auch Altholz und Zirbe sehr gefragt.“ Gerade letztere habe einen ganz speziellen Geruch. „Viele mögen es, manche auch nicht.“ Beheizt wird die Sauna entweder elektrisch oder mit Scheitholz.

Von Tauchbecken aus Holz hält Wenig nicht viel. „Die Pflege ist sehr aufwendig. Im Grunde muss das ganze Jahr über Wasser drin sein.“ Daher setzt er hier auf Kunststoffwannen. „Die kann man einlassen, wenn man sie braucht. Das ist eine gute Sache.“

Extrawünsche gibt es viele. So gibt es spezielle Musik- und Lichtanlagen oder Sternenhimmel. „Auch kann man sich eine App aufs Handy laden, mit der man dann beispielsweise vom Büro aus die Sauna anheizen kann.“ Nicht überzeugt ist Wenig hingegen von den verschiedenen künstlichen Düften, die für Saunen angeboten werden. „Man findet doch alles in der Natur.“ So könne man etwa frisches Heu in die Sauna legen oder von einem Spaziergang Tannenzweige mitbringen. Wenn diese in Wasser gelegt werden, entfaltet sich ihr Duft. Dieses Wasser kann man über die Saunasteine gießen.

Die Fasssaunen kommen gut an. „Am Anfang war ich in der Branche noch unbekannt, aber seit meine Saunen auf den ,Rosentagen’ und beim ,Herbstzauber’ ausgestellt werden, habe ich mehr als genug Arbeit“, sagt Wenig. Bei den beiden Veranstaltungen wurde auch eine erweiterte Geschäftsidee vorgestellt (siehe Kasten). Inzwischen liefert Paul Wenig seine Saunen in verschiedene Orte. „Für Leute aus dem Umkreis habe ich einige gebaut. Das Weiteste war aber einmal in die Richtung von Hamburg.“ In Fürth baute er eine vor Ort auf.

Seine Kunden wollen häufig Gartenhäuschen mit einer Sauna kombinieren. Oder Gästehäuser, die keinen Platz für einen großen Wellnessbereich haben, stellen sich eine in den Garten. Aber die meisten Kunden seien privat, sagt Wenig.

Im September, wenn die Saunazeit richtig losgeht, wird es auch für Paul Wenig anstrengend. Etwa drei Wochen benötigt er, um eine Sauna fertig zu stellen. Je nach Bestelllage ist aber natürlich ein gewisser Vorlauf nötig. „Aber die Leute warten gerne, wenn sie wissen, dass sie kein 0815-Produkt bekommen. Viele haben 20 Jahre gewartet, bis sie eine Sauna bestellen. Da kommt es auf die eine oder andere Woche nicht an.“

Zumal Paul Wenig nur einen kleinen Betrieb hat. „Ich hatte schon Anfragen, ob ich große Anlagen bauen kann“, berichtet er. Aber mit zusätzlich zwei Mann und bei Bedarf zwei weiteren Kräften ist die Personallage „überschaubar“. Größer möchte Wenig auch gar nicht werden. „Sonst wäre ich zur Büroarbeit eingeteilt. Eigentlich möchte ich am liebsten selbst Saunen bauen.“ So gerne er würde: Azubis kann der Lenggrieser keine einstellen. „Den Lehrberuf Saunabauer gibt es so nicht.“

Bis Dezember will Paul Wenig nun alle Außenarbeiten, die anstehen, zu Ende bringen. „Wenn dann alles fertig ist, geht es mit den Saunen wieder richtig los.“

Über ein anderes ungewöhnliches Produkt aus dem Isarwinkel, die Blockhäuser von Nikolas Berwian, erfahren Sie Näheres hier.

Auch interessant: Der weltweite Erfolg der Hochseilgärten aus Lenggries.

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