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Überzeugten beim Grand-Prix-Vorentscheid: die Schlegldorfer Musikanten im Lenggrieser Festzelt.

Im Festzelt in Lenggries

Vorentscheid zum Grand Prix der Volksmusik: Musiker freuen sich über Lob von Ernst Hutter 

Er ist so etwas wie der „König“ der Blasmusik: Ernst Hutter. Beim Vorentscheid zum Grand Prix der Blasmusik im Festzelt in Lenggries zeigte er sich beeindruckt vom Können einheimischer Musiker. 

Lenggries– „Die Kapelle hat gewonnen“, intonierten die Schlegldorfer Musikanten am Donnerstagabend beim vierten und letzten Vorentscheid des Grand Prix der Blasmusik als Zugabe im Lenggrieser Festzelt. Doch es hat alles nichts geholfen: Gewonnen haben Michael Maier und seine Blasmusikfreunde aus dem Bodenseegebiet. Sie werden nun beim Finale am 11. November in Kempten als deutsche Vertreter gegen Blaskapellen aus Südtirol, Österreich und der Schweiz um den Gesamtsieg wetteifern.

Holte den Sieg: Michael Maier (links) mit seinen Blasmusikfreunden vom Bodensee.

„Für unsere Möglichkeiten war es gut, also sind wir zufrieden“, bilanzierte der Schlegldorfer Kapellen-Chef Bernhard Simon. Sein Ensemble, ein Isarwinkler Konglomerat mit Musikern aus Lenggries, Wackersberg und Gaißach, hatte sich wirklich gut verkauft. „Keine Spur von Enttäuschung. Wir haben auch gar nicht damit gerechnet, dass wir gewinnen. Wir haben eine saubere Musik abgeliefert, und mehr wollten wir auch nicht“, sagte Simon. Allerdings freute er sich besonders, dass Anderl Kobinger mit seinem Solo an der Es-Klarinette („Die Lerche“) ein Sonderlob von keinem geringeren als Ernst Hutter einheimste: „Es ist erstaunlich, wie gut er mit erst 20 Jahren sein Instrument beherrscht.“

Der langjährige Chef der Egerländer Musikanten bildete zusammen mit Bob Ross (Blechschaden) und Roland Kohler (Gründer und Leiter der Neuen Böhmischen Blasmusik) die fachkundige Jury in der Vorentscheidung. Selbst Moderator Georg Ried, der bayerische Blasmusik-Papst vom digitalen Radiosender „BR Heimat“, lobte den Vortrag der Schlegldorfer: „Ich finde es sehr gut, dass auch eine einheimische Kapelle vertreten ist.“

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Dass die Musiker vom ebenso fachkundigen Isarwinkler Publikum lautstark angefeuert wurden, versteht sich von selbst. Zu gut drei Vierteln war das Lenggrieser Festzelt mit Blasmusik-Freunden besetzt, die von allen drei Formationen in Sachen Qualität ausgezeichnete Vorträge zu hören bekamen. Ob es die Vollblutmusikanten unter der Leitung von Hermann Rupp aus Neresheim (Baden-Württemberg) waren, Michael Maiers Blasmusikfreunde oder die Schlegldorfer: Beim „normalen“ Vortrag fielen sie in Sachen Musikalität, Stil und Intonation kaum voneinander ab.

Den Ausschlag zugunsten der Bodensee-Formation gaben schließlich deren Solisten. Ein absoluter Ohrenschmaus war das, was etwa Kapellen-Leiter Maier auf seinem Tenorhorn zum Besten gab. Auch die unterlegenen Konkurrenten erkannten neidlos an, dass das wirklich eine Krönung ganz feiner Blasmusik war.

Auch im Nachhinein war Bernhard Simon noch von dem Auftritt angetan: „Dass wir auch von Ernst Hutter so ein großes Lob bekommen haben, das hat uns schon ein wenig stolz gemacht.“ (Ewald Scheitterer)

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