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Die 13 neu gewählten Gemeinderäte legen den Amtseid ab – natürlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand

Erste Sitzung des Gemeinderats

In Lenggries: 13 neue Räte und ein Dritter Bürgermeister

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Mit der Vereidigung des neuen Bürgermeisters Markus Landthaler (FWG) begann die konstituierende Sitzung des Lenggrieser Gemeinderats. Auch die Wahl seiner Stellvertreter stand an. Mit Günter Haubner (FWG) gibt es nun auch einen Dritten Bürgermeister.

Lenggries – Getagt wurde am Montagabend erneut in der Mehrzweckhalle. Das ist vor allem den Corona-Abstandsregeln geschuldet, aber auch dem Umstand, dass der Lenggrieser Gemeinderat seit der Wahl nun 24 und damit vier Mitglieder mehr hat. Für diese ist aber im bisherigen sehr kleinen Sitzungssaal des Rathauses auf keinen Fall mehr Platz. Der neue Mehrzwecksaal in der „Post“ wird gerade fertiggestellt. „Wir werden uns deshalb hier heroben wohl noch öfter sehen“, sagte Bürgermeister Markus Landthaler in seiner Begrüßung.

Landthaler dankt Mitbewerbern für „fairen Wahlkampf“

Besonders herzlich hieß er die 13 neuen Ratsmitglieder willkommen. Er dankte aber auch allen, die auf einer der vier Listen für ein Amt kandidiert hatten – genauso wie seinen drei Mitbewerbern für das Bürgermeisteramt. Christine Rinner (CSU) und Tobias Raphelt (SPD) gehören dem Gemeinderat an. Wolfgang Morlang (Bayernpartei), der mit Landthaler in die Stichwahl gegangen war, nahm an der Sitzung als Zuhörer teil. „Der Wahlkampf war immer absolut fair und sachlich“, bedankte sich der Rathauschef.

Bürgermeister Markus Landthaler (re.) vereidigt den neu gewählten Dritten Bürgermeister Günter Haubner.

Corona würde derzeit natürlich „alles auf den Kopf stellen“, sagte Landthaler. Alle Bereiche der Gesellschaft seien betroffen. Wie sich die Steuereinnahmen der Gemeinde in den kommenden Monaten dadurch verändern würden, sei im Moment noch nicht abzuschätzen. „Das kann niemand verlässlich sagen.“ Eines sei aber klar: „Corona ist kein kurzfristiges Ereignis.“ Die Auswirkungen würden noch lange zu spüren sein.

Bestand der Gemeinderat zuletzt nur aus zwei Fraktionen (FWG und CSU), sitzen nun mit Grünen und SPD zwei weitere Gruppen am Ratstisch. „Ich wünsche mir eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Fraktionen“, sagte Landthaler. „Und wenn ich hier so in die Runde schaue, glaube ich auch, dass das klappt.“

Dritter Bürgermeister: SPD wünscht sich eine Frau

Die Vereidigung des Bürgermeisters übernahm der neue CSU-Fraktionsvorsitzende Josef Wasensteiner als ältestes Mitglied des Gemeinderats. „Ich wünsche dir alles Gute, Glück und Erfolg“, sagte er zu Landthaler.

Die Wahl des Zweiten Bürgermeisters war eine klare Sache. Franz Schöttl (CSU) fülle dieses Amt seit 17 Jahren „hervorragend“ aus, sagte der Rathauschef. Er sei daher sein Wunschkandidat für den Posten. „Ich könnte auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Franz Schöttl ist außerdem in der Bevölkerung sehr anerkannt.“ Schöttl wurde in geheimer Wahl einstimmig im Amt bestätigt.

Neu geschaffen wurde die Position eines Dritten Bürgermeisters für Lenggries. „Ich würde sehr dafür werben, weil die Aufgaben – auch die repräsentativen – ja nicht weniger werden“, sagte Markus Landthaler. Der Gemeinderat kam dem Wunsch nach und votierte für die Schaffung des Amts.

Bevorzugter Kandidat von Landthaler war der langjährige Fraktionschef der Freien Wähler, Günter Haubner. SPD-Fraktionsvorsitzender Tobias Raphelt wünschte sich allerdings eine Frau in dem neuen Führungstrio und schlug daher seine Fraktionskollegin Sabine Gerg vor. Mit 20:5 Stimmen entschied sich das Gremium aber für Haubner.

Ausschüsse werden vergrößert, damit jede Fraktion einen Sitz hat

Haupt- und Bauausschuss wurden von sechs auf acht Sitze (plus Bürgermeister) vergrößert. In beiden sind FWG und CSU mit je drei Sitzen vertreten. Grüne und SPD stellen je ein Mitglied.

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