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Alles über Rauchmelder und Feuerlöscher: Walter Biagini (li.) und Anton Leeb gaben den Zuhörern reichlich Tipps und Informationen zum Brandschutz. 

Infoabend in Lenggries

Rauchmelder und Feuerlöscher dürfen in keinem Haus fehlen

Rauchmelder retten Leben. Deshalb widmete die Lenggrieser CSU diesem Thema einen Infoabend.

Lenggries   Da führt kein Weg dran vorbei: Ab 1. Januar 2018 sind Rauchmelder in jedem Haushalt Pflicht. „Das wird zwar niemand überprüfen, sollte es aber tatsächlich zu einem Brand kommen und kein Rauchmelder vorhanden sein, dann Gnade dir Gott“, erklärte Anton Leeb den bedauerlicherweise nur sehr wenigen Zuhörern beim CSU-Informationsabend im „Altwirt“ von Lenggries.

Leeb hatte zusammen mit Walter Biagini zunächst die Aufgaben und die Ausrückbereiche der sechs Lenggrieser Ortsteilfeuerwehren erklärt, ehe er detailliert über Rauchmelder und Feuerlöscher informierte. „In Neu- und Umbauten müssen Rauchmelder bereits seit Anfang 2013 eingebaut werden. Für Bestandsbauten gab es eine Übergangsfrist, doch diese endet nun an Silvester“, erklärte der Kreisbrandmeister. Anschließend kam von Leeb der Hinweis, dass Rauchmelder sowohl in jedem Schlafraum als auch Kinderzimmer und allen Fluren installiert sein müssen. Verantwortlich dafür ist sowohl bei selbst genutztem als auch vermietetem Wohnraum der Eigentümer. Zuständig für die Wartung und Betriebsbereitschaft in Mietwohnungen ist der Mieter beziehungsweise Bewohner der Wohnung. „Jeden Monat sterben in Deutschland rund 30 Menschen durch Brände“, wies Leeb noch einmal auf die Dringlichkeit einer Anschaffung hin. In den häufigsten Fällen verbrennen die Opfer nicht, vielmehr komme es zum Erstickungstod. Im Schlaf habe der Mensch keinen Geruchssinn, drei volle Atemzüge genügen, und schon setze Handlungsunfähigkeit ein. Leeb empfahl beim Kauf: „Achten sie auf das Q. Das ist ein unabhängiges Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder mit geprüfter Langlebigkeit und höherer Sicherheit vor Fehlalarmen.“

Natürlich könne es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Brand kommen. „Deshalb sollte jeder Haushalt einen funktionsfähigen Feuerlöscher haben“, leitete Walter Biagini zum nächsten Thema des Abends über und erklärte Wasser-, Pulver, Wasser-Schaum- sowie CO2-Löscher. „Die meisten wissen jedoch nicht, wie ein Brand mit dem Feuerlöscher bekämpft wird“, versicherte Biagini und riet dringend, sich zu erkundigen.

Am Ende riefen Biagini und Leeb dazu auf, Jugendliche für den Feuerwehrdienst zu begeistern „Wir brauchen dringend Nachwuchs. Ab dem 16. Lebensjahr ist bei uns jeder gerne gesehen.“ Bei Interesse einfach Kommandant Hans Willibald, Telefon 0 80 42/50 95 64, anrufen. dh

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