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Abgeschlagen auf Position vier lag Heidi Zacher (re.) im Finale beim Weltcup in Innichen am Samstag doch am Ende jubelte die Lenggrieserin, weil sie nach einem gewagten Überholmanöver ihrer Konkurrentinnen am Knäuel der Kontrahenten vorbeifuhr und gewann. 

Skicross

Wenn drei sich streiten, freut sich Zacher

Innichen/Lenggries – Heidi Zacher behält Innichen in guter Erinnerung: Beim Weltcup in Südtirol profitierte die Lenggrieserin von einer Rangelei ihrer Kontrahenten und holte sich ihren zweiten Weltcup-Sieg. Tags darauf gewann sie das kleine Finale.

„Gut ins Finale gefahren, etwas Glück gehabt und gewonnen. Das ist schon voll cool“, freut sich Skicrosserin Heidi Zacher über ihren Weltcupsieg am Samstag im Südtiroler Innichen. Als am Sonntag noch der Sieg des „kleinen Finales“ mit Platz fünf insgesamt folgte, war für die Lenggrieserin die Welt absolut in Ordnung: „Innichen ist für mich immer wieder eine Reise wert. Hierher komme ich gerne.“ Jetzt vermutlich noch lieber. Neben den beiden glänzenden Resultaten vom Wochenende stand die 27-Jährige hier schon zweimal auf dem Stockerl: 2010 und 2013 jeweils auf Platz drei.

Etwas Glück hatte Zacher bei ihrem Sieg: Im Finalheat am Samstag hatte sie zunächst keine Chance mehr. Abgeschlagen fuhr sie nach schwachem Start ihren drei Konkurrentinnen hinterher. Doch im unteren Teil setzte die Französin Alizee Baron zu einer Kamikaze-Aktion an. Sie wollte sich in einer engen Kurve an den beiden vor ihr fahrenden Schwedinnen Anna Holmlund und Anna Naeslund vorbeidrücken. „Absolut hirnlos. Dort kann man nicht überholen“, urteilte Heli Herdt, der Sportliche Leiter der deutschen Ski-Crosser und konnte sich ein Grinsen dennoch nicht verkneifen. Denn Zacher fuhr an dem Knäuel ihrer drei Konkurrentinnen einfach vorbei und zu ihrem zweiten Weltcupsieg nach St. Johann 2011.

Souverän hatte die Isarwinklerin am Samstag ihr Achtel- und ihr Halbfinale bestritten und war jeweils hinter Anna Holmlund ungefährdet als Zweite ins Ziel gekommen.

Auch am Sonntag ließ sie im Viertelfinale nichts anbrennen und erreichte hinter der späteren Siegerin Andrea Limbacher (Österreich) als Zweite die Ziellinie. „Im Halbfinale habe ich den Start etwas vermurkst und bin dann bei einem Sprung auf der Kuppe gelandet. Da staucht es dich ganz schön zusammen und du verlierst viel Geschwindigkeit“, berichtet die Isarwinklerin. Da es auf dem Kurs in Innichen nur ganz wenige Stellen gab, an denen erfolgreiches Überholen möglich war, musste sie sich hinter Baron und Limbacher auf Position drei einreihen, und es blieb für sie nur das kleine Finale. Dort legte sie einen ungefährdeten Start-/Ziel-Sieg hin.

„Jetzt kann Weihnachten kommen, die schönsten Geschenke habe ich mir ja am Wochenende selbst gemacht“, jubelte Zacher, die sich schon auf ein paar ruhige Festtage zu Hause freut. Und auf den Riesenfransen Südtiroler Speck, den sie für ihren Weltcup-Sieg im Pustertal bekommen hat.  Ewald Scheitterer

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