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Natur pur auf den ersten Blick: Der ökologische Zustand der Isar zwischen Lenggries und Sylvensteindamm gilt als unbefriedigend. Jetzt liegt das Umsetzungskonzept für die Verbesserungsmaßnahmen vor.

Wasserwirtschaftsamt stellt Umsetzungskonzept vor 

Isar in „unbefriedigendem“ Zustand: So kommt sie wieder in Fluss

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Mehr Geschiebe, eine bessere Anbindung von Altwässern sowie der stärkere Schutz seltener Pflanzen und Fische: Die Liste mit Renaturierungsmaßnahmen ist lang. Sie alle sollen helfen, den „unbefriedigenden“ Zustand der Isar eines Tages zu beenden.

Lenggries – Der knapp 24 Kilometer lange Flussabschnitt zwischen Sylvensteinspeicher und Tölzer Stausee hat schlechte Noten bekommen. Nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist der ökologische Zustand dieses sogenannten Flusswasserkörpers unbefriedigend. Das soll sich bis spätestens 2027 ändern. „Dafür gibt es ein detailliertes Umsetzungskonzept“, sagt Roland Kriegsch. Der Leiter des Wasserwirtschaftsamts (WWA) Weilheim verweist auf den inzwischen fertig gestellten Entwurf, der auf der Homepage der Fachbehörde eingesehen werden kann, und zwar hier.

Laut WWA-MitarbeiterRobert Kapa können im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung noch bis zum 9. Februar 2018 Stellungnahmen dazu abgegeben werden. Kapa bezeichnet das Umsetzungskonzept als „Fahrplan für uns und für alle Betroffenen“. Alle zur Verbesserung des ökologischen Zustands notwendigen Maßnahmen seien in dem Entwurf konkret dargestellt – insbesondere die Verbesserung der biologischen Durchgängigkeit. Damit ist die uneingeschränkte Wanderungsmöglichkeit für Fische gemeint. Sie zählt zu den Kernforderungen der Wasserrahmenrichtlinie. In diesem Sinne lässt das WWA derzeit den Steinbach auf der Gaißacher Isarseite umbauen. Statt der bislang senkrechten Abstürze gibt es treppenartige Gesteinsformationen. „Mit dieser Aufstiegshilfe können die Isarfische auch den Steinbach wieder besiedeln“, sagt Peter Gröbl. Der WWA-Fachmann für Gewässerbau überwacht den letzten Abschnitt der Baumaßnahme direkt an der Isarmündung. „Spätestens Anfang Dezember sind die Arbeiter der Flussmeisterstelle Lenggries damit fertig“, sagt Gröbl. Rund 100 000 Euro kostet die Baumaßnahme, die ebenfalls auf die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie zurückzuführen ist.

Eine weitere WWA-Baustelle befindet sich derzeit noch am Arzbach-Unterlauf. „Da müssen wir die in die Jahre gekommene Sohle des Schussgerinnes erneuern“, sagt Gröbl. Hier sei der Hochwasserschutz vorrangig.

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