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Die Musiker von J.B.O. hatten ihr Publikum voll im Griff – und die Fans im Lenggrieser Festzelt sangen begeistert mit.

Konzert

J.B.O. im Lenggrieser Festzelt: Hüpfen, singen, feiern

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J.B.O. rockten am Montagabend das Lenggrieser Festzelt - und über 1000 Fans feierten mit.

Lenggries – „Wer ist J.B.O., was machen die?“ Auf diese Frage erntete man im Vorfeld des Auftritts im Lenggrieser Festzelt oft nur die Antwort: „Kenn’ ich nicht.“ Wer sich freilich am Montagabend unter die rund 1200 Besucher mischte, erlebte ein Hard-Rock-Konzert der Sonderklasse. Die Vorstellung unterstrich das Bandmotto eindrucksvoll: „Wie don’t like Metal, we love it.“ Und wenn die vier Musiker ihre Cover-Versionen nahezu ausschließlich mit eigenen, deutschen Texten versehen vortrugen, war bei den „Verteidigern des wahren Blödsinns“ immer ein gewisses Augenzwinkern mit dabei.

Gegründet wurde J.B.O. vor exakt 30 Jahren als James-Blast-Orchester. In Lenggries bewiesen die fränkischen Musiker, dass sie mit ihren Cover-Versionen aus der Rock- und Pop-Musik, die Texte auf amüsante Weise abgewandelt und die Musik im Metal-Stil interpretiert, genau wissen, wie Stimmung gemacht wird. War es zu Beginn des Lenggrieser Auftritts lediglich eine große Gruppe von J.B.O.-Hardcore-Fans, die vor der Bühne herumhüpfte und begeistert mitgröhlte, so schwappte die Stimmung bald auch auf die anderen Besucher über. Und am Ende des gut zweieinhalbstündigen Konzerts hatten Leadsänger Vito C., alias Veit Kutzer, Hannes Holzmann (Gitarre), Ralph Bach (Bass) und Drummer Wolfram Keller ihr komplettes Publikum voll im Griff.

Begeisterte Fans beim Konzert von J.B.O.

Ihre sozialkritischen Texte, wie etwa bei ihrem eigenen Song „Ein schöner Tag zum Sterben“ kamen da genauso gut an, wie der aktuellste Blödel-Titel „Wer lässt die Sau raus“. Dabei wurde das Publikum immer wieder aufgefordert, mitzusingen, mitzuhüpfen oder mit weit ausgestreckter „Fingergabel“ das Ganze zu unterstützen.

Auch wenn ihre neuen, eigenen Songs durchaus dem heutigen Metal-Stil angepasst sind, können J.B.O. ihre Herkunft aus den verballhornenden Zeiten der „Neuen Deutschen Welle“ nicht verleugnen. Etwa als sie mit ihrem „Schlumpfozid im Stadtgebiet“, einer eigenen Version von Vadder Abrahams „Lied der Schlümpfe“ die knapp einstündigen Zugaben einleiteten. Da hüpfte dann auch das Lenggrieser Publikum vollends begeistert mit.  

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