Vor dem Brandenburger Tor stellten sich die Hohenburger Realschul-Judoka zum Erinnerungsfoto auf (hi. v. li.): Die Trainer Andrea Schimmeyer, Klaus Hanus, Klaus Willibald und Hans Ertl, (vo.) Magdalena Kiefersauer, Esther Hanus, Marleen Mathen, Christina Wiedemann, Antonia Holzner, Anna Gerg, Lisa Greil, Michaela Willibald, Lena Krinner und Sportlehrerin Daniela Waidhauser. 

Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“

Judo: Dorfschule lässt aufhorchen

Dass Berlin eine Reise wert ist, davon sind jetzt auch die jungen Judoka der Lenggrieser Realschule Hohenburg überzeugt: Beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ schafften es die Isarwinklerinnen unter 14 Mannschaften auf den beachtlichen 6. Platz.

Berlin/Lenggries – „Da haben wir als kleine Dorfschule einige Sport-Gymnasien aus deutschen Großstädten, die Leistungssport betreiben, hinter uns gelassen“, freut sich Sportlehrerin Daniela Waidhauser. „Ein Wahnsinns-Erfolg“.

Den Grundstein für die guten Ergebnisse legten die Kämpferinnen der Jahrgänge 2002 bis 2005 (Wettkampfgruppe III) am ersten Tag, als sie als Zweite aus der Vorrundengruppe D herausgingen. Da fegten sie das Detlefsen-Gymnasium Glückstatt (Schleswig-Holstein) mit 5:0 von der Matte. Auch das Josef-Albers-Gymnasium aus Bottrop (Nordrhein-Westfalen) hatte beim Lenggrieser 4:1-Erfolg keine Chance. Nur dem Sportgymnasium Jena (Thüringen), dem späteren Finalisten, mussten sich die Hohenburgerinnen mit 2:3 geschlagen geben. „Damit waren wir bereits in der Finalrunden der besten acht“, berichtet die Sportlehrerin.

Zu stark war allerdings die Sportschule Frankfurt/Oder (Brandenburg), der die Hohenburgerinnen im Viertelfinale gegenüber standen und glatt mit 0:5 verloren. Auch gegen das Sportgymnasium Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) setzte es eine 1:4-Niederlage. Doch in der Trostrunde zeigten die Lenggrieser dann dem Gymnasium Zschopau (Sachsen) beim 4:1-Sieg, wo der Hammer hängt. „Da es letztlich ja egal war, ob wir Fünfter oder Sechster werden, haben wir im Platzierungskampf alle die Mädchen eingesetzt, die bislang noch nicht gekämpft haben.“ Damit durften alle Hohenburger Mädchen einmal das Erlebnis genießen, vor großer Kulisse anzutreten. 1:4 unterlag die zweite Hohenburger Realschul-Garde gegen das Goethe-Gymnasium Bad Ems (Rheinland-Pfalz).

Einer der Höhepunkte war schließlich die Siegerehrung in der Max-Schmeling-Halle, wo sich rund 7000 Bundesfinalisten aus 10 verschiedenen Disziplinen eingefunden hatten. Aber auch neben den Wettkämpfen blieb für die Isarwinkler Realschülerinnen genügend Zeit für Sehenswürdigkeiten und Shopping. „Also für all das, was man mit jungen Mädchen so macht“, fügt die Sportlehrerin an. Unterstützt worden war ihre Truppe von den Judo-Trainern des TV Lenggries und des SV Wackersberg-Arzbach. So standen ihr Hans Ertl (TVL) sowie Klaus Hanus, Andrea Schimmeyer und Klaus Willibald (alle SVWA) als Betreuer zur Seite. Und als die Reisegruppe am Donnerstagabend wieder am Lenggrieser Bahnhof angekommen waren, standen bereits zahlreiche Eltern Spalier, um den Erfolg der Realschul-Judoka ausgiebig zu bejubeln. Waidhauser: „Alles zusammen ein Mordserlebnis für meine Mädchen. Und kommendes Jahr greifen wir wieder voll an.“ Von Ewald Scheitterer

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