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Erfolgreiche junge Musikerinnen: Lena, Sophie und Johanna Kiening (v. li.). 

Jugend Musiziert

Drei Schwestern mit großem Taktgefühl

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Bei „Jugend musiziert“ sind die Schwestern Johanna, Sophie und Lena Kiening aus Lenggries seit Jahren ganz vorne mit dabei – das ist heuer nicht anders. Die Musik soll auch nach dem Schulabschluss die Hauptrolle in ihrem Leben spielen.

Lenggries– Als kurz vor Ostern in Bad Kissingen der Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“ stattfand, waren Johanna (17) und Sophie (16) Kiening dort zum fünften Mal zu hören, für ihre Schwester Lena (13) war es der dritte Auftritt. Johanna und Sophie treten Anfang Juni beim Bundeswettbewerb in Paderborn an – auch die Teilnahme dort, zusammen mit den besten Schülern ihres Fachs, ist für sie nichts Neues. Sophie war schon zweimal, Johanna fünfmal dabei. „Trotzdem, aufgeregt ist man immer“, sagt die 17-Jährige.

Johanna spielt Querflöte. Die 17-Jährige schreibt jetzt Abitur und möchte ab Herbst Querflöte studieren, am liebsten am Mozarteum in Salzburg. „Das ist mein großer Traum.“ Auch Sophie geht aufs Tölzer Gymnasium, nämlich in die zehnte Klasse. „Es ist super, dass wir für Auftritte frei bekommen, auch wenn wir mal eine Woche lang weg sind“, freuen sich die beiden Schwestern. „Das muss der Direktor nämlich immer persönlich genehmigen.“ Die beiden Schwestern sind Mitglieder im Bayerischen Landesjugendorchester und deshalb viel auf Achse. Bei „Jugend musiziert“ traten sie jetzt auch mit Ensembles auf, deren Mitglieder aus ganz Bayern stammen. „Es ist gar nicht so leicht, sich immer zum Üben zusammenzufinden.“

Aber die Mädchen freuen sich über große Unterstützung. „Unsere Eltern fahren uns überall hin, das ist toll“, sagt Sophie dankbar. Auch die Tölzer Sing- und Musikschule sei für alles offen. Die Geschwister, die alle mehrere Instrumente spielen, nehmen den Unterricht am Hauptinstrument teilweise schon bei externen Lehrern. „Trotzdem lässt uns Harald Roßberger immer bei den Vorbereitungskonzerten mitspielen“, sagt Sophie über den Schulleiter. „Das hilft, zu lernen, mit dem Lampenfieber umzugehen.“

Beim jüngsten Landesentscheid war Johanna an der Querflöte in zwei Ensembles zu hören, Sophie (Bratsche) mit einem Streichquintett und Lena (Waldhorn) mit Lisa Filipp (Klarinette) als Bläser-Duo. Die 13-jährige Lena, die die Realschule in Tölz besucht, hat früher Harfe gespielt. „Aber das Waldhorn macht mir mehr Spaß“, sagt die Achtklässlerin.

Ähnlich wie Johanna, möchten auch Lena und Sophie nach der Schule „was mit Musik machen“. „Es ist einfach meine Leidenschaft“, sagt Sophie, die bei „Jugend musiziert“ auch schon mit Geige und Klavier zu hören war. Nun liebt sie die Bratsche am meisten. „Die Geige habe ich an den Nagel gehängt“, sagt sie lächelnd.

Beim Landesentscheid erhielten die Ensembles von Johanna und Sophie zudem einen Sonderpreis der Sparkasse für eine besondere kammermusikalische Leistung. „Darüber haben wir uns sehr gefreut“, sagt Johanna. Und es ist natürlich Rückenwind für den Bundeswettbewerb Anfang Juni.

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