Das Käse-Duell: Johanna Glück aus Lenggries bei den TV-Aufnahmen mit Moderator Kai Pflaume (Mi.) sowie Journalist und „Maître Honoris Caseus“ Ulrich Wickert.
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Das Käse-Duell: Johanna Glück aus Lenggries bei den TV-Aufnahmen mit Moderator Kai Pflaume (Mi.) sowie Journalist und „Maître Honoris Caseus“ Ulrich Wickert.

Serie in der ARD

„Klein gegen Groß“: Lenggrieserin (10) tritt gegen Ulrich Wickert an

  • Silke Scheder
    vonSilke Scheder
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Johanna Glück (10) aus Lenggries gegen „Mr. Tagesthemen“ Ulrich Wickert heißt es am 2. Januar. An diesem ersten Samstagabend im neuen Jahr strahlt die ARD die Serie „Klein gegen Groß“ aus. Ebenfalls mit von der Partie: der Tölzer Kasladen.

Lenggries/Bad Heilbrunn/Berlin – Johanna Glück aus Lenggries hat aufregende Zeiten hinter sich. Die Zehnjährige aus Lenggries stand für die ARD-Serie „Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell“ vor der Kamera. Dabei musste es die Grundschülerin mit 42 Käsesorten, dem ausgezeichneten Geruchs- und Geschmackssinn des bekannten Journalisten Ulrich Wickert und jeder Menge TV-Kameras aufnehmen.

„Das war eine tolle Erfahrung“, schwärmt die Viertklässlerin. Neben ihr treten in der ersten Sendung des neuen Jahres neun andere Kinder gegen jeweils einen prominenten Gegner an. Moderiert wird die Sendung von Kai Pflaume. Genau das Richtige also für ein Mädchen wie Johanna, das vielleicht Schauspielerin werden möchte. Und das auf Käse steht: Im Duell gegen Wickert geht es nämlich darum, wer von beiden es schafft, aus 42 Käsesorten vier richtig zu bestimmen – blind verkostet, natürlich.

„Ich esse gerne Käse“, sagt Johanna. Am liebsten Parmesan. Und am besten verteilt auf Spaghetti Bolognese. Fürs TV-Duell musste und wollte die Zehnjährige viele neue Sorten kennenlernen. Bereitgestellt hat sie der Tölzer Kasladen mit Sitz in Bad Heilbrunn. „Die Produktionsfirma ist auf uns zugekommen“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Hofmann. „Sie suchte jemand, der sie beraten konnte, welche Käsesorten für das Duell geeignet wären.“ Diese Aufgabe übernahm der Käseexperte natürlich gerne. Wolfgang Hofmanns Schwester Susanne fuhr für die Aufzeichnung der Sendung Ende Oktober sogar nach Berlin, um unter anderem auf die richtige Temperatur des Käses bei der Verkostung zu achten.

In den Wochen vor den Dreharbeiten stand selbstredend vor allem eines auf dem Speiseplan von Johanna Glück: Käse aus dem Kasladen. „Morgens, mittags und abends habe ich mich durchprobiert“, sagt Johanna. Schließlich bekam sie es im Duell mit einem echten Experten zu tun: Ulrich Wickert trägt nicht nur den Titel „Mr. Tagesthemen“. Er ist auch „Maître Honoris Caseus“ – die höchste Auszeichnung der französischen Käse-Gilde. Die prominenten Gäste auf der Couch im Fernsehstudio tippen auf den Ausgang des Duells. „Einer von ihnen hat die Möglichkeit, 30 000 Euro zu gewinnen, die er dann einem wohltätigen Zweck seiner Wahl spendet“, erklärt Barbara Trixl von der Agentur Anke Lütkenhorst.

Ob sich Johanna gegen Ulrich Wickert behaupten konnte, bleibt bis zum Sendetermin ein Geheimnis. Aber über die Dreharbeiten am 25. Oktober 2020 in Berlin darf sie sprechen. „Ich war sehr aufgeregt“, gibt Johanna zu. Neben Ulrich Wickert und Kai Pflaume waren auch die Sängerin Nena, der Moderator Günther Jauch und der dreifache Olympiasieger im Skispringen, Jens Weißflog, im Studio. Die vielen Fernsehkameras machten die Aufregung auch nicht besser: „Manchmal waren sie direkt vor meiner Nase.“ Wegen Corona jubelten statt 500 nur 100 Zuschauer Johanna zu. Wegen der Abstands- und Hygieneregeln war auch ein Treffen mit den Prominenten schwierig. Ulrich Wickert und Kai Pflaume aber lernte Johanna hautnah kennen. „Das sind zwei ganz Nette.“

Für ein Vorstellungsvideo hatte ein TV-Team Johanna, ihre Eltern und ihre zwei Brüder schon vor der Aufnahme im Studio zuhause in Lenggries besucht. Der kurze Film wird wohl auch in der Sendung ausgestrahlt. Gesehen hat die Schülerin das Endergebnis noch nicht. Entsprechend nervös ist sie vor dem 2. Januar. An diesem Samstagabend ab 20.15 Uhr strahlt die ARD „Klein gegen Groß“ aus. „Es wird bestimmt komisch, sich selbst im Fernsehen zu sehen“, befürchtet Johanna. Familie, Freunde und Bekannte werden außerdem nicht die Einzigen sein, die sich die Sendung ansehen werden: „Bei der letzten Ausgabe von ,Klein gegen Groß’ waren über sechs Millionen Zuschauer dabei“, heißt es von Seiten der PR-Agentur.

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