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Der erste Plan für den Kreisverkehr an der Einmündung Bergbahn- (li.) in die Wegscheider Straße.

Gemeinderat

Kleiner Kreisel ist beschlossene Sache

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Der zweite Lenggrieser Kreisverkehr ist beschlossene Sache. Der Gemeinderat hat sich am Montag einstimmig für einen Kreisel an der Einmündung der Bergbahn- in die Wegscheider Straße ausgesprochen.

Lenggries – Die Hartnäckigkeit der Rathaus-Verwaltung hat sich offenbar ausbezahlt. Seit Langem hatte die Gemeinde einen Kreisverkehr an der neuralgischen Stelle gefordert, die vor allem an schönen Winter- und Herbsttagen unter dem hohen Verkehrsaufkommen leidet. Lange hatte die Kommune beim zuständigen Staatlichen Bauamt auf Granit gebissen. Sowohl der neue Behörden- als auch der nun zuständige Abteilungsleiter sind – anders als ihre Vorgänger – für einen Kreisel aufgeschlossen. Das haben die jüngsten Besprechungen gezeigt.

Das Straßenbauamt kann sich einen kleinen Kreisel mit einem Durchmesser von 26 Metern vorstellen, sagte Bürgermeister Werner Weindl. Lediglich die abschließende Stellungnahme der Polizei stünde noch aus. „Die ist von den Plänen nicht begeistert, weil es sich hier um keinen Unfallschwerpunkt handelt“, sagte Weindl.Er gehe aber davon aus, „dass wir auch von dieser Seite noch ein positives Votum bekommen“. Der Bürgermeister ist überzeugt, dass der Kreisverkehr zu einer wesentlichen Verbesserung der Verkehrssituation an der Einmündung beitragen kann.

„Jetzt ist das dort alles sehr ungeordnet“, sagt Karl Ertl vom Technischen Bauamt bei der Vorstellung der Pläne. Er verglich die Einmündung der Bergbahnstraße in die Wegscheider Straße mit einem großen Trichter. Dort stauen sich die Autos, wenn die Skifahrer heimfahren wollen, weil sie den vorfahrtsberechtigen Verkehr aus Richtung Wegscheid passieren lassen müssen. Ein Kreisverkehr wäre seiner Meinung nach dem Verkehrsfluss „sehr dienlich“.

„Jetzt ist die Gelegenheit günstig für einen Kreisverkehr“, sagte Günter Haubner. Die Gemeinde müsse nach Abschluss der Hochwasserschutzmaßnahmen am Lahnerbach ohnehin den Straßenbelag wieder herstellen. Da könne man nicht in ein paar Jahren wieder zu Bauen anfangen, sagte auch der Bürgermeister.

Bereits bei den Vorberatungen zum Haushalt 2018 hat die Gemeinde Ausgaben für den Kreisverkehr eingeplant (wir haben berichtet). Die Maßnahme dürfte nach aktuellen Schätzungen 255 000 Euro kosten, sagte Karl Ertl. Die Gemeinde geht davon aus, dass der Freistaat 60 000 Euro beisteuert. Der ursprünglich auf 140 000 Euro veranschlagte Lenggrieser Anteil dürfte nun niedriger ausfallen und nur mehr 118 000 Euro betragen. Staatliches Bauamt und Wasserwirtschaftsamt regeln intern den notwendigen Grundstückstausch, der für die Baumaßnahme erforderlich ist, so der Bürgermeister.

Zusätzlich zum Kreisverkehr regte Gemeinderat Stephan Bammer noch eine Verbesserung des Verkehrsflusses in Wegscheid und an der Lenggrieser Isarbrücke an. Dort könnte nach Weindls Einschätzung eines Tages sogar ein dritter Lenggrieser Kreisverkehr entstehen, weilin den nächsten Jahren die Isarbrücke dringend erneuert werden muss.

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