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Immer auf dem Laufenden, immer vor Ort: Die beiden Festwirte Peter (li.) und Michael Gascha hier beim traditionellen Tauziehen im Lenggrieser Bierzelt.  

Bilanz

Knapp 25 000 Besucher bei Lenggrieser Festwoche - aber sie trinken weniger Bier

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Mehr als zufriedenstellend fällt die Bilanz der Lenggrieser Festwirte Michael und Peter Gascha nach der Festwoche aus.

Lenggries – „Das war jetzt unsere 18. Lenggrieser Festwoche, und wir arbeiten kräftig auf unser 20-Jähriges in zwei Jahren hin“, sagen die Festwirte, die Brüder Peter und Michael Gascha. Die beiden ziehen eine überaus zufriedenstellende Bilanz der Lenggrieser Festwoche, die am Montag mit dem traditionellen „Restlessen“ zu Ende ging. Der Zuspruch sei gut gewesen – „und das trotz der ziemlich heftigen Wetterkapriolen zwischendurch“.

Selbst die Schausteller und Fahrgeschäfte waren trotz einiger Regentage mit dem Besuch zufrieden. Die Zahlen lägen in etwa bei denen der vergangenen beiden Jahre. „Insgesamt haben wir in den zehn Tagen knapp 25 000 Besucher gezählt“, sagt Michael Gascha. „Ein für Lenggries durchaus gutes Ergebnis.“

Lenggrieser Festwoche: 1000 Mass Bier täglich weniger

Ein Trend aus vielen bayerischen Bierzelten zeichnet sich auch in Lenggries ab: Der reine Festbier-Konsum geht zurück. „Wir haben etwa 1000 Mass täglich weniger verkauft. Aber das haben wir dann über Mischgetränke und Nichtalkoholisches wieder reingebracht“, erklärt der Festwirt. Auffällig auch ein anderer Trend: „Die Leute trinken mittlerweile viel mehr Weißbier. Da ist unser Ausstoß heuer auf 60 Hektoliter hinaufgeschossen.“ 

Als weiteren Aktivposten bezeichnen die beiden ihre Küche. Hier wurden erheblich mehr Essen verkauft als noch im Vorjahr. „Auch von unseren Gästen gab es viel Lob für unsere hochwertige Küche.“ Am Beispiel des Bierzeltklassikers, dem „Grillhendl“, versucht Michael Gascha, das zu verdeutlichen. Ein normales Wiesnhendl habe etwa 900 Gramm, „unsere sind durchwegs 1250 Gramm schwer und haben darüber hinaus Bio-Qualität. Da mehr Masse, trocknen unsere Hendl auch nicht so schnell aus.“

Lenggrieser Festwoche: Tropical Rain“ lockt die Massen

Überaus gut besucht sei wieder der Tag der Vereine und Betriebe am Freitag gewesen. „Da besetzen wir die Tische bei den Reservierungen statt mit zehn lediglich mit acht Leuten. Das ist lockerer, einfach gemütlicher und kommt gut an.“ Der besucherstärkste Tag war einmal mehr beim Auftritt der Show-Band „Tropical Rain“. „Wenn wir die starke Fluktuation miteinrechnen waren am Mittwochabend bestimmt an die 2000 Besucher im Festzelt“, freuen sich die Gascha-Brüder.

Positiv fällt auch die Bilanz der Rettungskräfte aus. Die Dienste übernahmen abwechselnd Lenggrieser Berg- und Wasserwacht sowie die Feuerwehr Fall. Sie hatten glücklicherweise kaum größere Einsätze. Lediglich beim Seniorennachmittag kippte ein Mann um. „Der wurde ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht. Doch am Abend habe ich ihn schon wieder im Festzelt gesehen“, berichtet Michael Gascha. Sein Fazit der Festwoche 2019 lautet denn auch: „Ordentliche Besucher- und Umsatzzahlen, keine Schlägereien und kein größerer Ärger.

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Groß war der Andrang auch beim Schafkopfturnier des Münchner Merkur/Tölzer Kurier: Schafkopfturnier im Lenggrieser Festzelt: 61 Punkte reichen zum Sieg

Gefeiert wurde auch auf dem Brauneck beim Fest am Berg. 

Biertrinker werden in Zukunft stark sein müssen: Die Preise werden wohl bald deutlich ansteigen

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