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Die Kandidaten der Freien Wähler Lenggries: (hinten, v. li.) Eberhard Pichler, Michael Gascha, Hans Bichlmair, Thomas Demmel, Peter Gerg, Stefan Heiß, Martin Wasensteiner, Florian Rauchenberger, Andreas Wohlmuth, Martin Willibald, Stefan Klaffenbacher, Thomas Rauch, Martin Eimansberger, Hans Besch, (vorne, v. li.) Markus Ertl, Peter Gascha, Franz Baumgärtel, Anja Baumgartner, Markus Landthaler, Günter Haubner, Alois Völkl und Andreas Adlwarth. Nicht auf dem Foto: Eva Baumann und Franz Landthaler. 

Kommunalwahl 2020

Freie Wähler Lenggries: Mehr Transparenz steht auf der Agenda 

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Mit Markus Landthaler haben die Freien Wähler Lenggries ihren Bürgermeisterkandidaten gekürt. Auch die Gemeinderatsliste steht. Unter 24 Bewerbern sind nur zwei Frauen.

Lenggries – Der eindringlichste Appell des Abends stammte von Paul Schwarzenberger: Es gebe für die Freien Wähler jetzt die einmalige Chance, die Alleinherrschaft der CSU in Lenggries zu beenden. „Wer diese Chance verstreichen lässt, ist selber schuld.“ Zuvor hatten die 120 Stimmberechtigten im Alpenfestsaal mit Markus Landthaler ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert  und die 24 Plätze auf der Gemeinderatsliste vergeben.

„Eine saubärige Liste“ habe man zusammengebracht, sagte Landthaler, der auch Vorsitzender der FW in Lenggries ist. Er dankte allen, die sich für ein Amt als Gemeinderat bewerben. „Geschimpft wird viel. Aber Ihr stellt Euch hin und übernehmt Verantwortung. Das macht nicht jeder“, sagte der 49-Jährige.

Markus Landthaler stellt seine Schwerpunkte vor

Persönlich dankte Landthaler seiner Familie. „Ihr habt mich großartig unterstützt und es sicher nicht leicht gehabt mit mir.“ Der Polizeibeamte hatte durchaus eine ganze Weile darüber nachdenken müssen, ob er sich um die Nachfolge von Bürgermeister Werner Weindl (CSU) bewirbt. Vermutlich sei es nie leicht, eine Entscheidung zu treffen, die den gewohnten Lebensrhythmus verändere, die dazu führen könne, dass man Zeit für die Familie und die Freizeit verliere, sagte Landthaler. „Aber ich bin meinem Heimatort auf engste Weise verbunden. Ich habe dem Ort und den Menschen viel zu verdanken“, bekannte er. Daher wolle er sich nun dafür einsetzen, Lenggries für die nachfolgenden Generationen zu erhalten und zu gestalten.

Kurz ging Landthaler auf einige Themen ein, die ihm wichtig sind. Der dörfliche Charakter von Lenggries müsse bewahrt werden. Für Handwerk und Landwirtschaft – vor allem auch für die Almwirtschaft – will sich Landthaler stark machen. Im Tourismus würden die Entwicklungen immer schnelllebiger. „Der Spagat zwischen sanftem Tourismus und dem Erhalt eines wettbewerbsfähigem Erholungsort ist nicht leicht“, sagte der 49-Jährige.

Ein Thema: Schaffung von Wohnraum - für Einheimische, nicht für Zuzug

Die Renovierung der Isarwelle müsse angegangen werden – genauso wie der Hochwasserschutz an den Bächen. Das „leidige Thema Kaserne“ steht für Landthaler ebenso auf der Agenda wie die Schaffung von Wohnraum – „für Einheimische, nicht für Zuzug“.

Wichtig ist Landthaler zudem „der ehrliche und faire Umgang mit den Bürgern und Transparenz“. Und was er sich bis zum 15. März 2020 noch wünscht, ist, dass die Kandidaten aller Parteien und Gruppen fair miteinander umgehen. „Ich möchte kein Schlechtreden, keine Diffamierungen. Alle, die sich um ein Amt bewerben, wollen das Beste für Lenggries.“ 118 von 120 Anwesenden votierten am Ende für Landthaler. Der erste Gratulant war Landrat Josef Niedermaier, der die Wahl auch leitete. „Ich sag Dir meine volle Unterstützung zu.“

Gemeinderatsliste der Freien Wähler: Nur zwei Frauen stehen drauf

Landthaler besetzt auch Platz eins der Liste. Die ist recht männerlastig. Die beiden einzigen Frauen – Gemeinderätin Anja Baumgartner und Eva Baumann, die von 2002 bis 2008 im Gremium saß – stehen auf Platz 3 und 6. Die Reihenfolge bestimmten die Anwesenden mittels einer Urwahl. Zuvor hatten sich alle Kandidaten kurz vorgestellt. Das Durchschnittsalter liegt bei 43 Jahren, viele der Kandidaten sind selbstständig. Von den amtierenden Gemeinderäten treten Hans Proisl, Stephan Bammer, Maria Heiß und Florian Forstner nicht mehr an.

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