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Konstruktive Gespräche über  Lenggrieser Kreispflegeheim

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Lenggries – Intensiv, sachlich und konstruktiv – so schildert Bürgermeister Werner Weindl die Gespräche in der nichtöffentlichen Sondersitzung des Gemeinderats am Montagabend. Auf der Tagesordnung stand das Kreispflegeheim.

Zu Gast waren Vertreter des Landratsamts – darunter Landrat Josef Niedermaier und Abteilungsleiter Wolfgang Krause. Sie erläuterten die beiden Gutachten. Sie befassen sich – ganz grob gesagt – mit der Frage, ob das Heim in der Hand des Landkreises bleiben soll oder ob eine (Teil-)Privatisierung Sinn haben würde.

Wie berichtet ist die Einrichtung an der Lenggrieser Karwendelstraße in die Jahre gekommen und mit seinen 57 Plätzen zu klein. Während die Gemeinde bislang dafür plädiert, dass der Landkreis den Neubau für einen zweistelligen Millionenbetrag stemmen soll und auch den Betrieb weiterführt, tritt der Landrat für eine (Teil-)Privatisierung ein.

„Es ist ein komplexes Thema“, sagt Weindl. Daher hätten die Gemeinderäte zahlreiche Fragen an den Landrat gehabt. „Unter anderem wollten sie wissen, warum der Landkreis so eine Einrichtung nicht selbst wirtschaftlich betreiben kann“, erläuterte der Rathauschef. „Unsere Prämisse ist es, dass wir eine gute Lösung finden für die einheimische Bevölkerung. Und damit meine ich nicht nur die Lenggrieser, sondern den ganzen Landkreis.“

Im Anschluss ging es dann für die Gemeinderäte um die Frage, unter welchen Umständen und zu welchen Bedingungen sie das für den Neubau notwendige Grundstück zur Verfügung stellen würden. Aber auch über das bestehende Vertragsverhältnis mit dem Landkreis sei gesprochen worden, berichtet Weindl. „In dem Vertrag ist eine Pacht für das Heim festgeschrieben, das aber zinslos gestundet wird, solange es ein Kreispflegeheim ist. Nun ging es um die Frage, was passiert, wenn dieser Vertrag nicht mehr existiert“, so der Rathauschef.

Noch sei nichts beschlossen worden, dafür sei das Thema einfach „zu weitreichend“. Jeder Gemeinderat werde sich nun noch einmal Gedanken machen. In einigen Wochen werde das Thema dann erneut Gegenstand einer nichtöffentlichen Sitzung sein.

Generell bewertet es Weindl als positiv, dass der Landkreis „zum ersten Mal mit dem Thema auf die Gemeinde zugekommen ist. Sonst haben wir ja immer nachgefragt.“ Eine positive Bewertung gibt es auch von Abteilungsleiter Krause. „Es war eine entspannte, ruhige Atmosphäre.“ Die Gemeinderäte seien sehr informiert und gut vorbereitet gewesen. Er habe auch das Gefühl gehabt, „dass man offen für alle Argumente war“.

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