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Die Werbeschilder sind schon fertig: Im April eröffnen Franziska Mader (li.) und Carolin Lijsen ihren „Dorfladen Lenggries“ an der Schützenstraße.

Neues Projekt

Kreativ, regional, einmalig: „Dorfladen Lenggries“ öffnet im April

  • Silke Scheder
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Kreativ, regional, einmalig: So lautet die Geschäftsidee von Franziska Mader und Carolin Lijsen. Anfang April wollen die beiden Frauen an der Schützenstraße ihren „Dorfladen Lenggries“ eröffnen.

Lenggries –  „Es schlummert viel Potenzial im Isarwinkel“, sagt Mader. Das zeige sich immer wieder bei Anlässen wie dem Christkindlmarkt. Unterm Jahr verschwindet das Kunsthandwerk dann häufig im Schrank. Das wollen Mader und Lijsen ändern. Sie bieten anderen Kleinunternehmern aus der Region an, deren Produkte in ihrem Dorfladen zu vertreiben. Die beiden Frauen verlangen lediglich eine Pauschale in Höhe von zehn Euro pro Monat und eine kleine Provision. Auf diesem Weg bekommen die Kreativen eine Plattform, die sie sich sonst nicht leisten können, und müssen ihre Waren nicht mehr nur auf Märkten verkaufen – so wie Mader und Lijsen bislang selbst.

Franziska Mader hat sich als Gründerin der Marke „Dirndlzuckerl“ einen Namen gemacht. Aus den Stoffen ihrer Kunden fertigt sie passende Ohrringe und Kettenanhänger – mit großem Erfolg. „Die Nachfrage ist da.“ Das gilt auch für die Trachten-Loopschals und Kinderröcke von Carolin Lijsen, die die 32-Jährige unter der Marke „Apfel & Birn“ vertreibt. Bislang verkauften beide ihre Handarbeiten neben den Märkten vor allem zu Hause. Dank des neuen Ladens soll künftig endlich auch das Ambiente stimmen.

Weitere Interessenten werden gesucht

„Wir müssen noch weißeln, die Elektrik machen lassen und den Laden einrichten“, zählt Lijsen auf. Wichtig ist den beiden eine echt-bayerische Einrichtung. Zu diesem Zweck haben sie in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis schon etliche alte Möbel aufgetrieben. Mit Sorge verfolgen sie, wie immer mehr Läden in Lenggries zumachen, als einer der letzten das Spielwarengeschäft. Mit ihrem kreativen, aber bodenständigen Konzept wollen die beiden Frauen dagegenhalten.

Interessierte Kleinunternehmer gibt es bereits ein paar. „Wir haben jemand aus dem Schmuckbereich, eine Autorin und zwei, die mit Holz beziehungsweise Keramik arbeiten“, sagt Mader. Weitere Kleinunternehmer sind willkommen – „am liebsten mit bayerischem Einschlag“. Vor allem Lebensmittel wären aus Sicht von Mader eine ideale Ergänzung des Sortiments.

Passend zum Motto werden die Öffnungszeiten gerade anfangs einzigartig sein. Mader ist Mutter von drei Kindern, Lijsen von zweien. Ein Acht-Stunden-Arbeitstag ist da nicht so ohne Weiteres möglich. „Wir sind da, wenn wir da sind“, sagt Mader und lacht. Trotzdem hofft sie auf Erfolg. „Wir wagen das jetzt einfach und hoffen, dass es dann wächst.“

Kontakt:

Interessenten, die ihre Produkte im „Dorfladen Lenggries“ verkaufen möchten, wenden sich unter Telefon 0 80 42/50 37 29 an Franziska Mader oder schreiben eine E-Mail an info@dorfladen-lenggries.de.

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